gewandert: Denkzeichenweg

In Berlin-Westend gibt es die Murellenberge, eine in der Weichseleiszeit entstandene Hügellandschaft. Seit 1840 existierten dort militärische Anlagen mit Kasernen und Schießständen. Die Nationalsozialisten errichteten hier die Wehrmachtshinrichtigungsstätte, in der zwischen 12. August 1944 und dem 14. April 1945 Deserteure, Wehrdienstverweigerer und Befehlsverweigerer nach Urteilen des Reichskriegsgerichtes standrechtlich erschossen wurden.

Eine genaue Zahl der Opfer ist nicht bekannt, bisher wurden über 230 namentlich ermittelt. Seit dem 8. Mai 2002 gibt es hier eine Gedenkstätte, den Denkzeichenweg[1].

Die Installation umfasst 106 Verkehrsspiegel auf dem 700 m langen Weg. 16 davon haben Inschriften auf der Spiegelfläche.

Im Zweiten Weltkrieg wurden von Wehrmachtgerichten etwa 30.000 Todesurteile verhängt …
Im Zweiten Weltkrieg wurden von Wehrmachtgerichten etwa 30.000 Todesurteile verhängt …

Im Zweiten Weltkrieg wurden von Wehrmachtgerichten etwa 30.000 Todesurteile verhängt und etwa 20.000 Todesurteile vollstreckt, zunehmend wegen Fahnenflucht oder Zersetzung der Wehrkraft

oder

Einmal mussten wir antreten. Auf einem Exekutionsplatz wurde dann einer hingerichtet. Wahrscheinlich ein Fahnenflüchtiger.

Infoschild zum Denkzeichenweg, überwuchert
Infoschild zum Denkzeichenweg, überwuchert

Der Zugang ist etwas unscheibar, da dort auch eine Einfahrt liegt und man die Spiegel nicht direkt als Denkmal wahrnimmt. Im Wald selbst ergibt sich dann jedoch ein seltsames Bild mit den Verkehrsspiegeln.

  1. [1] Denkzeichen zur Erinnerung an die Ermordeten der NS-Militärjustiz am Murellenberg – Berlin.de

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