Schlagwortarchiv: vorratsdatenspeicherung

Ich speichere und informiere

Ich habe mich entschlossen auch die Funktion ‘über neue Kommentare per Email benachrichtigen’ für Kommentatoren anzubieten. Dazu musste ich jedoch das sofortige Löschen der Email-Adresse deaktivieren. Die IP-Adresse wird jedoch weiterhin sofort gelöscht.

Das neue Plugin ‘Subscribe to Comments’ [1] bietet also nun die Möglichkeit zu wählen ob man nach Abgabe eines Kommentars auch über neue Kommentare per Email benachrichtigt werden möchte.
Dafür gibt es unter dem Kommentarformular eine Checkbox fürs Häkchen ;).

‘Lustiges’ aus der Welt der Blogs

Gestern schrieb Bube52 [1] darüber wie zufrieden er doch mit seinem günstigen Alice Telefon und Internetanschluß ist und stellte gleich auch seine Rechnung inkl. Einzelgesprächsnachweis online.

Ich wies ihn also in einem Kommentar darauf hin, dass es sicher keine gute Idee ist, einfach so die eigene Telefonnummer und andere persönliche Daten und vor allem die Telefonnummern der Angerufen zu veröffentlichen. Hier gilt der Datenschutz und seine Veröffentlichung kann unter Umständen zu Schadensersatz- und Unterlassungsklagen führen, da vermutlich keiner der Angerufenen zur Veröffentlichung der Telefonnummer eingewilligt hat.

Datenschutz vs. Vorratsdatenspeicherung

Das beißt sich mittlerweile alles gegenseitig und macht die Sache für Webseitenbetreiber nicht einfach. Das Urteil des Berliner Amtsgericht [1] verbietet die Speicherung von personenbezogenen Daten, also auch IP-Adressen. Man darf die Daten nicht speicher, aber die Provider sollen es dann doch machen.
Das wirft natürlich ein paar Probleme auf und ich habe mich dieses Wochenende etwas intensiver damit befasst. Einen interessanten Podcast zu diesem Thema gibt es bei Technikwürze [2].

Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung kommt

Das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung ist heute vom Bundestag verabschiedet worden :evil:.

Von 524 Abgeordneten stimmten: 366 dafür und 156 dagegen (2 Enthaltungen)

Ich hab mir das heute auf Phoenix angesehen und muss feststellen, dass dieser 9. November nicht so ein erfreulicher Tag für uns Deutsche ist, wie der im Jahre 1989.

Weiterführende Artikel:
Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung zur Verabschiedung des Gesetzentwurfs (09.11.2007)
Bundestag verabschiedet Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung und TK-Überwachung

Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung

Webdemo gegen Vorratsdatenspeicherung

Morgen ist der Tag der Entscheidung des Bundestags über die Einführung einer sechsmonatigen Erfassung von Telefon- und Internetdaten in Deutschland.
Heute hat der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung [1] dazu aufgerufen [2], dass Websitebetreiber an einer Webdemo teilnehmen und ihre Webseiten dazu schwarz verhüllen sollen mit der Aufschrift: “Das Fernmeldegeheimnis ist unverletzlich 1949-2007 †. Gläsernes Telefon, Handy, E-Mail und Internet * 09.11.2007. SPD, CDU, CSU: Wollt ihr das wirklich?”.

[1] AK Vorratsdatenspeicherung
[2] Vorratsdatenspeicherung: Das Internet trauert um das Telekommunikationsgeheimnis (08.11.2007)

rund 20% der Deutschen stellen Ihre Daten ins Web

7% tun dies auf eigenen Webseiten, 10% auf Community-Seiten, 2% bloggen oder haben Steckbriefe auf Singlebörsen angelegt. So eine Forsa-Umfrage, die 1000 Personen ab 14 Jahren befragte. Mehr Zahlen dazu im Heise-Artikel [1].
Zwar sagt dies nicht direkt aus wie freuzügig die restlichen 80% mit ihren Daten umgehen, aber bei jedem Onlinekauf muss man ja gewisse Stammdaten preisgeben. Wie dem auch sei, nun könnte ja, passend zur Vorratsdatensammlung eine neue Community-Seite wie Lokalisten [2] oder twitter [3] ins Leben gerufen werden, gesponsort von Schäuble :mrgreen:. Dann muss auch nicht heimlich die Bundeswanze [4] installiert werden, wenn die ‘Bevölkerung’ freiwllig berichtet welche Freunde man hat und wo man gerade unterwegs ist.

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