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Geotagging: GPS Handheld vs. GPS Data Logger

Recht häufig taucht in den Fotoforen und Newsgroups beim Thema Geotagging die Frage nach einem GPS Data Logger auf, also einem kleinen GPS Empfänger der den zurückgelegten Weg aufzeichnet um danach die auf dieser Tour gemachten Fotos zu verorten.

Ein Großteil der Antwortsuchenden sind DSLR- oder Bridgecam-Benutzer, also Leute mit größeren Kamerataschen und ich schlage gern ein richtigen Handheld-GPS für solche Vorhaben vor. Denn diese haben in meinen Augen deutliche Vorteile gegenüber den reinen Data Loggern, ich betrachte hier die reine Tracklog-Funktion unabhängig vom verwendeten Chipsatz. in meinen Augen müssen die Geotags auch nicht immer auf den Meter genau liegen und meine Erfahrung mit meinem Legend HCx, hat mir auch gezeigt, dass eine Abweichung größer 5m gar nicht vorkam bei langen Touren.

Geotagging: mein Workflow mit EasyGPS und GeoSetter

Um meine Fotos schnell und einfach mit den entsprechenden Geodaten zu bestücken habe ich mich für folgende Arbeitsschritte entschieden:

Zunächst kopiere ich meine aufgenommenen Fotos von Speicherkarte in einen Ordner (EBV) auf der Festplatte.
Da ich als GPS-Datenlogger ein Garmin eTrex[1] nutze, lade ich das aktuelle Track-Log mit dem Programm EasyGPS[2] vom Gerät auf den PC und speichere ihn als GPX-Datei in einem Ordner GPS.
EasyGPS Track-Log empfangen

Nun kommt das Programm GeoSetter[3] zum Einsatz. Ich starte es und es zeigt mir automatisch alle Bilder im Ordner EBV. Nun wähle ich die Schaltfläche ‘Geodaten ausgewählter Bilder mit GPS-Datendateien synchronisieren’.
GeoSetter - Schaltfläche Synchronisieren

Geotagging: GPicSync vs. Geosetter

Vor 4 Monaten schrieb ich bereits etwas über Geotagging [1].
Beim Spaziergang am Sonntag in Treptow hatte ich auch mein Garmin etrex dabei, um die gemachten Fotos mit den entsprechenden Fotodaten zu erweitern.
Damals arbeite ich ja noch mit Photomapper, da dieser aber kein RAW unterstützt, wollte ich diesmal GPicSync V1.23 [2] verwenden. Doch schon beim ersten Versuch stellte ich fest, dass das Programm scheinbar nicht korrekt arbeitet. Nach mehreren Versuchen mit Anpassung der Zeitdifferenz von Kamera und GPS lies sich aber das Problem nicht lösen.
Insgesamt wurden alle Fotos mit falschen Positionen bestückt. Ich schloß einen groben Fehler im Track-Log aus, da die wichtige Route dem entsprach, was wir gelaufen sind.
So installierte ich Geosetter V2.3.0 [3] und war sofort begeistert. Die Positionen stimmten sofort und man konnte dies auch gleich in der Kartenansicht beurteilen. Bei GPicSync blieb hier immer nur der Umweg über Google Earth.

GPS-Daten in Fotos integrieren, Teil 2

Erst kürzlich schrieb ich ja, wie man Geodaten in JPG-Dateien integriert [1] und dass es neben Copiks Photomapper zum Beispiel auch Googles GPicSync [2] gibt.
Da ich ja nun schon eine Weile in RAW fotografiere, möchte ich natürlich auch die Geodaten direkt in die RAWs einfügen. Der Photomapper ist dazu leider nicht in der Lage, er unterstützt nur JPG-Dateien.
GPicSync
Im Gegensatz dazu untersützt dies Googles GPicSync, neben seiner deutschen Oberfläche bietet es aber auch noch ein paar andere Vorteile. Einerseits unterstützt es neben JPG eben auch viele RAW-Formate, andererseits erzeugt es ebenfalls bei Bedarf Google Earth (kml) oder Google Maps Dateien und man kann zusätzlich Ortsnamen und IPTC-Daten in die Bilder integrieren.
Einmal alle Einstellungen gemacht, braucht man für das Taggen von Fotoreihen nur jeweils den Ordner der Fotos und die Routen-Datei auswählen und dann mit einem Klick auf ‘Start – Synchronisiere!’ den Vorgang starten.

GPS-Daten in Fotos integrieren

Wer, wie ich, auf längeren Touren auch einen GPS-Empfänger mit sich führt um nachträglich die Route zu veröffentlichen, kann die damit gewonnen Daten auch mit den gemachten Fotos verknüpfen.
Ich nutze dazu den Copiks Photomapper [1]. Dieses kleine Programm bietet die zur Verknüpfung wichtigen Funktionen: Import des GPS-Logs (GPX, TCX, NMEA, NMA, LOG, HST) und Import der Fotos (JPG). Die Oberfläche ist klar strukturiert.
Copiks Photomapper
Nach dem Import des Tracks erscheint dieser im Fenster oben rechts als Linie auf einem Satellitenbild dargestellt und darunter eine Liste mit den im Track befindlichen Daten.
Die Importierten Fotos erscheinen als Liste unten links und darüber erscheint als Vorschau, das ausgewählte Bild. Um Ein Bild auszuwählen, klickt man dieses einfach in der Liste an. Zur Auswahl mehrerer Bilder nimmt man die Umschalttaste zur Hilfe oder wählt mir STRG-A alle Bilder aus. Ein Klick auf ‘Tag selected images’ fügt dann die Geodaten den Fotos hinzu.
Ganz wichtig hierbei ist natürlich, dass die Uhr in der Kamera richtig gestellt ist, oder zumindest die Minuten übereinstimmen, denn im Photomapper kann man auch eine Stundendifferenz angeben.
Man kann auch die Geodaten per Hand bei den einzelnen Fotos eingeben oder ändern.