Über den Connor Pass nach Dingle

Während wir beim Frühstück am siebten Reisetag abermals durchs Fenster Nieselregen sahen, hatten wir uns bereits daran gewöhnt. So störte es uns auch nicht, dass es beim Beladen des Moppeds immer noch nicht aufhören wollte und wir fuhren hoffnungsvoll dem neuen Tag entgegen.

Naja, fast, denn nach 2km hieß es erst mal wieder halten und tanken an der Aran View Filling Station[1]. Warum ich das erwähne, weil diese kleine Tankstelle mit Lebensmittelgeschäft genau das ist, was man sich in einer kargen Umgebung als Landtankstelle so vorstellt. 2 Alte Zapfsäulen, kein Dach und ein kleines Häuschen in dem man eben auch Waren des täglichen Bedarfs kaufen kann. Und obwohl das nur so eine kleine Tankstelle ist, hat sie doch jeden Tag zwischen 7 und 21 Uhr geöffnet, um auch die Versorgung der Bevölkerung zu sichern.

vorbei an Burgen zu den Cliffs of Moher

Am Morgen des sechsten Reisetages blicken wir abermals in Regenwolken. Da das Wetter in Irland jedoch einerseits kurzfristig wandelbar ist und andererseits regional sehr unterschiedlich sein kann, hält uns das natürlich nicht von der Weiterreise ab.

Beim Frühstück schauen wir nochmal grob wo es hingehen soll und nachdem wir uns von unseren Gastgebern verabschiedet haben, fahren wir los zurück in Richtung Galway. Das Navi, jetzt nur noch als grober Richtwert, ist so eingestellt, dass es Autobahnen vermeidet und die kürzeste Strecke raussucht. Das ist natürlich nicht die schnellste und führt uns daher auch schnell abseits der großen Straßen. So dauerte es nur wenige Kilometer, genauer am Lough Inagh, dass wir die R344 verlassen sollen und in eine kleine unscheinbare Straße fahren sollen, die recht schnell nur noch ein teils geschotterter Weg wird.

quer durch Irland zur Kylemore Abbey

Am fünften Tag unserer Reise fuhren wir nach dem Frühstück bei knapp 12°C und Nieselregen in Dublin los Richtung Westen. Unsere Etappe sollte uns nach Connemara bringen.

Den größten Teil der Etappe rissen wir auf der M4 bis Kinnegad und der M6 bis kurz vor Galway ab. Entgegen aller Behauptungen im Internet müssen auch Motorräder hier Maut entrichten. Die Kosten halten sich jedoch in Grenzen und bestanden aus 2 Mautstellen mit 1,50€ und 1,-€.

Inzwischen kam auch die Sonne heraus und die Schauer ließen wir endlich hinter uns.

verregneter Rock’n’Roll in Dublin

Tag 4 brach an und das Frühstück auf der Fähre nach Irland genossen wir bei einem Blick über die keltische See. Leider trübten hier schon graue Wolken und leichter Regen die Sicht.

Pünktlich gegen 10 Uhr Ortszeit kamen wir in Dublin an und so machten wir uns auf die wahnsinnig lange Reise durch den Regen zum Hotel. Nach der 20minütigen Fahrt durch Dublin, in denen wir keine 6km zurücklegten, waren wir auch schon da und es ging gleich in die Tiefgarage. Natürlich war so früh unser Zimmer noch nicht fertig, so ließen wir die Koffer am Mopped, schlossen die Helme an und vertraten uns in der näheren Umgebung die Füße, besorgten ein paar Souvenirs, tranken Kaffee, aßen Donuts und schrieben Postkarten.

zur Fähre auf die grüne Insel

Nach der Tour durchs Baltikum im letzten Jahr[1] zeichnete es sich leider schon ab, dass eine gemeinsame Motorrad-Urlaubstour in 2019 in der Stammbesetzung nicht möglich sein wird. So beschloss ich mich zum Jahresende hin, dass es für mich nach Irland geht.

Eine Rundtour sollte es wieder sein, so gab es mehrere Optionen, die jedoch alle mit einer Fährfahrt in Cherbourg starten sollten. Zur Auswahl stand die Überfahrt nach Rosslare um dann im Uhrzeigersinn entlang der Küsten bis etwa Letterfrack zu fahren und von dort nach Dublin und zurück.

griffbereit: Ordnung im Mopped-Seitenkoffer

Beim Packen der Seitenkoffer für die Tour fiel mir mal wieder auf, dass in den Deckeln der Xplorer Koffer von Hepco&Becker immer etwas ungenutzter Platz ist. In Anbetracht des nötigen Gepäcks, welches nicht nur aus Klamotten, sondern auch dem einen oder anderen elektronischen Gerät besteht, wollte ich diesen Stauraum sinnvoller nutzen.

Nach einigem Überlegen und dem Fehlen von Gurtlösungen für den Deckel, bin ich auf die Idee mit selbstklebenden Klettbändern[1] gekommen. Also habe ich diverse Größen bestellt und die Seitenkoffer damit ausgestattet.

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