warmes Wasser und heiße Lava

Teil 6 von 9 des Reiseberichts 2022.3 Island

Der Morgen in Reykjavik startet mit Sonne. Nachdem Frühstück packe ich wieder meine Sachen, frage nach der nächsten Post und die Odyssee beginnt.

So ganz genau war die Position der Post nicht auf dem Navi und da es Samstag ist, hat nicht nur die Post, sondern auch viele Geschäfte im Industriegebiet geschlossen. So irre ich zunächst etwas in diesem ausgestorben wirkenden Stadtteil von Reykjavik herum, aber am Ende fand ich die Post und den nötigen Briefkasten. Nun noch schnell tanken und raus aus der Stadt über die 36 Richtung Geysir.

Immer wieder tauchen Rastplatzschilder an den Straßen auf, ab und an auch Hinweise auf Sehenswürdigkeiten.

bestes Wetter
bestes Wetter

 

Schon wieder ein Wasserfall…

Da ich zeitig unterwegs bin, halte ich an und entdecke den Wanderweg zum Öxarárfoss. Zunächst muss man hier durch eine kleine Schlucht wandern, dann erreicht man den kleinen, vermutlich künstlich angelegten Wasserfall.

Öxarárfoss
Öxarárfoss

Danach führt die Straße durch den Nationalpark Þingvellir, hier darf man, nur noch 50km/h statt der sonst üblichen 90km/h fahren. Es befindet sich hier auch der Grabenbruch der beiden tektonischen Platten von Amerika und Eurasien.

der Namensgeber sprudelt nicht

Ich wechsel auf die 365 und später auf die 37 um zu den Geysiren zu gelangen. Der große Geysir, als Namensgeber aller Geysire ist so gut wie nicht mehr aktiv, der daneben befindliche kleinere Strokkur dagegen drückt rund all 7 Minuten heißes Wasser bis zu 30 Meter in die Höhe, auch sonst brodelt und dampft es hier an allen Ecken.

Weiter auf der 35 und 31 fahre ich zur Secret Lagoon. Da hier aber schon 3 Reisebusse die Fahrgäste auslud, verzichtete ich auf ein Bad in der Menge und fuhr zurück zur 30. Am Abzweig loggte ich noch fix den dortigen Cache[1], mache Bilder von den Islandpferden und setzte meine Fahrt zur Ringstraße fort.

Wo kommt die Lava her

Ich durchfuhr Hvollsvöllur bis zum Seljalandsfoss. Bei dem tollen Wetter war der Wasserfall sehr gut besucht und daher machte ich nur fix ein paar Bilder, verzichtete auf die Möglichkeit hinter den Wasserfall zu schauen und fuhr zurück nach Hvollsvöllur, da ich dort das Lava-Center[2] im vorbeifahren entdeckte.

Dort kann man sich über die Entstehung Islands, die Funktionsweise von Vulkanen, sowie der Mantelplume, auf der Island sitzt, in einer interaktiven Ausstellung informieren. In diversen Räumen werden einem die geologischen Besonderheiten nahgebracht, so bewegt man sich unter anderem auch in einem Gang auf Rüttelplatten, die den Eindruck von Erdbeben vermitteln. Ein informativer Film dokumentiert auch die Ausbrüche diverser Vulkane in den letzten Jahren. Eine Projektionskarte zeigt alle Erdbeben der letzten 48 Stunden in Island, das sind wirklich nicht wenige, davon bekommt man nur einfach oft nichts mit.

Auf der Aussichtsplattform kann man alle aktiven Vulkane Islands direkt sehen, aktiv bedeutet hier, Ausbrüche in den letzten 10.000 Jahren. Generell sind jedoch in den letzten 200 Jahren recht häufig Vulkane auf Island ausgebrochen. Außerhalb des Landes wird über Ausbrüche ja nur berichtet, wenn dies eben auch Auswirkungen auf andere Teile der Erde hat, wie eben 2010 mit dem Ausbruch des Eyjafjallajökull.

Alles in allem sehr spannend und informativ. Im nahen Supermarkt besorgte ich noch mein Abendessen, bevor es dann zur Unterkunft dem Guesthouse Húsið[3] an diesem Abend ging.

die Unterkunft
die Unterkunft

Karte der Tour:

Gesamtstrecke: 283 km
Download file: Island-Tag5.gpx

  1. [1] GC9QKAF Secret Lagoon – ICELAND
  2. [2] LAVA Centre Hvolsvöllur
  3. [3] Guesthouse Húsið

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