reduziert: aus 2 mach 1, hallo Honda CBR125R

Die aka Suzuki DR650R[1] stand nun schon länger nur noch abgemeldet in der Garage, weil ich einfach keine Zeit fand, mich mal um den Vergaser und andere Kleinigkeiten zu kümmern, die gemacht werden mussten. Letztes Jahr im Frühling verabschiedete sich nach über 115.000km dann auch noch der Steuerkettenspanner an der Honda CB SevenFifty[2].

Damit standen da nun schon 2 Baustellen mangels Lust und Zeit herum. Mich scheute aber auch der erhebliche Aufwand bezüglich des Kettenspanners, da dazu der Motor ausgebaut und geöffnet werden muss. Den Platz und das nötige Werkzeug haben wir aber nicht wirklich in der Garage. Machen lassen hielt ich finanziell für unsinnig, da das den Restwert deutlich übersteigt.

So machte ich mir vor ein paar Wochen einige Gedanken, wie es mit den beiden weitergehen könnte und kam zum Schluss, beide zu verkaufen und kleineren Ersatz für die Straße zu suchen. Bei der Enduro ging es relativ schnell. Die Nachfrage war groß und um Grunde waren es da ja wirklich nur Kleinigkeiten, die zur Fahrbereitschaft gemacht werden mussten. Nach einigen Nachrichten diverser Interessenten, war sie schnell verkauft. Bei der SevenFifty war der Andrang dagegen nicht so groß und am Ende ging sie zu einem Garagennachbarn, der zwar bereits eine hat, aber gern eine Zweite aufbauen möchte.

Da für Urlaubsreisen weiterhin die #Reisebraaap aka Honda Africa Twin[3] zur Verfügung steht, wollte ich wirklich nur was Kleines, finanziert aus den Verkäufen, für Tagestouren in der näheren Umgebung.

Groß ist da die Auswahl nicht, auch wenn ich diese bereits auf die Leichtkraftradklasse reduziert habe. Bei Elektrofahrzeugen bleiben da nur Roller und da wird es auch ganz schnell eng. Mangels Steckdose in der Garage blieben nur Modelle mit tragbarem Akku, was wiederum die Auswahl einschränkte, jedoch nicht ins Budget passte und optisch auch eher mau ist.

Aber auch bei den klassischen 125er Moppeds ist die günstige Auswahl nicht groß, allerdings auch klar, wenn man dummerweise zum ‘Saisonbeginn’ sucht und durch die seit 2 Jahren verfügbare B196er Regelung, werden da indes manchmal seltsame Preise aufgerufen. Gebraucht ja, aber bitte mindestens Einspritzer und einigermaßen sparsam. Da wäre eigentlich das Brot und Butter Mopped Honda CB125F perfekt gewesen, aber die wenigen Günstigen waren da natürlich auch immer schnell weg oder am anderen Ende der Republik.

Irgendwie hatte es mir noch die letzte Modellvariante der CBR 125 R angetan. Immerhin hat die ja schon einen Digitaltacho, sowie auch hinten eine Scheibenbremse, außerdem kann so ein Mini-Bückeisen ja auch wieder spaßig sein. Preislich passte das ganz gut und wenn man die Roten und Repsol-Varianten weg ließ, fand sich da sogar eine interessantere seltene Farbvariante, die sogar einen leisen originalen Endtopf hat und in Berlin stand. Da habe ich nicht lange gefackelt und das Fahrzeug kurzfristig in Wilmersdorf angeschaut.

Wie bei vielen 125er, sind die Geräte oft nicht frei von Macken, das hat aber den Vorteil, dass man da immer was am Preis machen kann. Mit Spuren von Umfallern kann ich leben, technisch ist die 10 Jahre alte Maschine sonst ok, hat fast 2 Jahre TÜV und fuhr sich bei der Probefahrt angenehm agil. Auf Grund der Schrammen, einer Delle im Tank und der mittelfristig zu wechselnden Reifen, konnte ich den Preis noch um 300€ drücken und nahm die CBR quasi gleich mit.

Die zusätzlichen Aufkleber mussten natürlich als erstes ab. In der Verkleidung fehlten hier und da ein paar Drucknieten bzw waren defekt, diese habe ich schon ersetzt.

Auch wenn es vielleicht nicht so aussieht, aber das Mopped fährt sich ganz unaufgeregt. Gut, bei 13PS ist die Erwartung auch nicht sonderlich hoch, aber dennoch ist die Leistung durchaus ausreichend für die Landstraße und auf Grund des geringen Gewichts und der Wendigkeit auch gut im doch häufig sehr langsamen Stadtverkehr zu bewegen. Ab und an mal Schalten ist aber nötig, da gerade am Anfang des Drehzahlbandes mangels Hubraum eben nur ein Bruchteil des ohnehin wenigen Drehmoments anliegt.

Honda CBR125R
Honda CBR125R
von oben
von oben

Im Standgas, mit kaum 1500U/min, hört man fast nichts vom Motor und dem Serienauspuff, sehr angenehm. Zum Anfahren braucht es etwas Drehzahl, da geht es erst bei 6000U/min bequem nach vorn. Wenn es rollt muss man aber auch nicht ständig am Kabel ziehen, um im Verkehr mitzuschwimmen, da genügen auch lockere 4000U/min im höheren Gang.

Entgegen der Vermutung, ist die Sitzposition dennoch sehr aufrecht, ähnlich wie auf der SevenFifty, einzig der Kniewinkel ist etwas spitzer. Der Sitz ist recht straff gepolstert, alles in Allem sitz ich aber bequem.

Macht auf jeden Fall Laune die Kleine.

 

  1. [1] Beiträge zur DR650R
  2. [2] Beiträge zur SevenFifty
  3. [3] Beiträge zur Africa Twin

4 Kommentare zu “reduziert: aus 2 mach 1, hallo Honda CBR125R

  1. @Silencer: danke.
    Ja, Reifen sind ein gutes Stichwort. Bin ja nun schon ein paar Meter gefahren und irgendwie fühlt sich das komisch in den Kurven an. Aber dafür ist der Verbrauch mit 2,4l niedrig.

    AntwortenAntworten

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