nachgerüstet: Reifendruckkontrollsystem am Mopped

Bei vielen elektronischen Helferlein gehen die Meinungen, gerade in der Zweiradwelt, ja weit auseinander. Konkret beim Reifendruck meinen ja viele mit dem Popometer jede noch so kleine Änderung direkt zu spüren. Dass das von vielen Faktoren abhängt, jedoch bei den üblichen schlauchlosen Straßenreifen durchaus schon ab 0,5 Bar Unterschied spürbar ist, kenne ich auch aus eigener Erfahrung, aber bei Schlauchreifen und vor allem Enduroreifen mit stärkeren Seitenwänden ist das nicht ganz so einfach, vor allem da man gerade bei Enduros ja mal in die Verlegenheit kommt, den Reifendruck auch dem Untergrund anzupassen.

Wie dem auch sei, ich habe mir mal ein günstiges Reifendruckkontrollsystem zugelegt, welches man einfach auf die Ventile schraubt. Solche Systeme zum Nachrüsten gibt es in mannigfaltiger Ausführung von diversen Anbietern, einige davon gleichen sich nahezu. Ebenso gibt es auch System die man im Reifen (schlauchlos) direkt auf der Felge montieren kann, diese sind natürlich nicht im Handumdrehen installiert und auch etwas preisintensiver.

Meine Wahl fiel auf das KKmoon Reifendruckkontrollsystem[1].

Was ist im Karton

Der kleine Karton enthalt 2 Sensoren für zum Aufschrauben auf die Ventile, diese sind mit FW und RW für vorn und hinten markiert. Des weiteren ist das Display, ein USB-Kabel, eine Lenkerhalterung, ein kleiner Maulschlüssel, eine Sensor-Öffnungshilfe, Kontermuttern und eine Anleitung enthalten.

Das Display lässt sich per Micro-USB-Anschluss laden und besitzt 2 Tasten. Darüber kann man es einschalten und die Grenzwerte für Reifendruck und die Einheit der Temperaturanzeige einrichten. Die Sensoren verfügen über Knopfzellen, um diese für einen Wechsel der Batterien zu öffnen, liegt eine Öffnungshilfe bei.

Die Lenkerhalterung ist die übliche Lenkerschelle mit Kugelkopf, das Display wird per Stativschraube daran befestigt.

Die Installation

Das geladene Display wird in den Kopplungsmodus versetzt und zunächst der vordere Sensor am Ventil befestigt. Zuvor sollte die Kontermutter bereits auf dem Ventil sein. Hinten geht es dann weiter und schon zeigt das Display den Druck der beiden Reifen und die Temperatur an. Mit der Kontermutter, unter zur Hilfenahme des mitgelieferten Maulschlüssels, kann der Sensor gesichert werden.

Ich hab auf die klobige Lenkerschelle verzichtet und nur den kleinen Kugelkopf am Display befestigt. Mit Kabelbindern fand es dann links am Lenker schnell und sicher Platz. Zum Laden kann ich leicht einen gewinkelten USB-Stecker anschließen und muss das Display nicht dafür abnehmen.

Im Gebrauch

Ich habe natürlich vor der Montage den Reifendruck geprüft und korrigiert auf die gewünschten Werte vor der letzten Tour. Das Display zeigte daraufhin exakt die gleichen Werte wie zwei meiner genutzten Reifendruckprüfer. Die Sensoren schalten sich durch Bewegung selbständig ein bzw gehen nach der Fahrt auch wieder aus. Das Display schaltete ich vor Fahrtbeginn ein, es zeigt dann zunächst noch den alten Wert der letzten Fahrt, aber nach wenigen Metern sind die Werte aktuell.

Gut ablesbar ist das Display auch während der Fahrt. Somit sind die Änderungen des Luftdrucks, welcher bei warmen Reifen selbstverständlich steigt, sehr gut nachzuvollziehen. Der Alarm ist, zumindest bei Geschwindigkeiten jenseits von 80km/h so gut wie nicht mehr zu hören, der betreffende Wert blinkt jedoch zusätzlich. Da nicht klar ist, wie bzw wo die Temperatur gemessen wird, ich nehme an, es handelt sich nur um die Umgebungstemperatur, kann man die angezeigten Werte vernachlässigen, zumal diese meist eh voneinander abweichen, auch ohne gefahren zu sein.

Auf meiner Tour hatte ich das Display an 9 Fahrtagen durchgehend in Betrieb, das waren so 6-8 Stunden pro Tag und der Akku musste in dieser Zeit nicht geladen werden.

Das Display schaltet sich beim Anschluss eines USB-Kabel direkt ein, daher ließe es sich auch dauerhaft mit USB-Kabel betreiben und man ‘vergisst’ das Einschalten nicht. Aus geht es nicht von allein, jedoch spätestens bei leerem Akku.

Fazit

Für den geringen Preis macht das System einen guten Eindruck. Wer Gadgets mag oder gern mal vergisst den Druck zu kontrollieren, macht hiermit nichts falsch.

Und ihr so, Kontrollsystem ja oder nein?

  1. [1] KKmoon Motorrad Reifendruckkontrollsystem Wireless wasserdicht – Amazon.de

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