gespielt: Blood & Truth (VR)

Lange haben Vio und ich neben dem PC-Gaming auf der guten alten PlayStation 2 gespielt. Immer mal wieder äugte ich aber nach einem Upgrade und nach der Veröffentlichung von Beat Saber[1] für die PlayStation 4 VR wurde der Wunsch immer mal wieder stärker.

Aber mit dem Rückblick auf die PS2, die in den letzten Jahren nur noch selten eingeschaltet wurde, schreckte mich die Anschaffung dann immer wieder mal ab.

Doch nach meinen Fahrrad-Unfall im Oktober letzten Jahres[2] und der Tatsache, dass ich deswegen länger auf dem Sofa bleiben musste, fand ich zufällig ein gutes Angebot für die PlayStation 4 (refurbed by Sony, quasi wie neu) plus zweiten Controller. Die ersten Spiele wie Tekken 7, Assassins Creed IV Black Flag und Gran Turismo waren natürlich Pflicht.

Trotz bewegungseingeschränktem linken Arm hatte ich genug zu spielen und die Zeit verging wie damit im Fluge.

Kurz vor Weihnachten poppte noch ein VR-Headset-Schnäppchen auf und per Kleinanzeigen gab es günstige Move-Controller. Damit war alles bereit für Beat Saber, vor allem für Vio, was auch schon großen Spaß machte und wir abwechselnd, vor allem am Silvesterabend, statt der üblichen Buzz-Runden, spielten.

Im VR-Set war auch die VR-Worlds Spielesammlung dabei, darunter befand sich auch das kurze Spiel The London Heist. Ein Gangster-Kurzfilm zum mitspielen. Nach einem Bedienungsintro gehts auch schon rein die Action. In der zweiten Sequenz sitzt man gefesselt in einer Garage und wird verhört. Schnitt, man findet sich in einer Bar und der Boss macht einem ein Angebot usw. In allen Sequenzen ist man fest an einer Position, man kann sich umsehen und die Gegenstände vor einem nutzen. U.a Feuerzeuge, Pistole und andere Kleinkram.

Blood & Truth

Glücklicherweise gibt es ja, vor allem im VR-Bereich, einige Demos und da hatte es mir Blood & Truth[3] vom gleichen Studio wie The London Heist direkt angetan.

Blood & Truth
Blood & Truth

Die Handlung

In Blood & Truth spielt man den Ex-Elitesoldaten Ryan Marks, der seine entführte Mutter befreien und den Gangstern das Handwerk legen will.

Man befindet sich quasi mitten in einem Actionfilm, in dem nicht nur viel geschossen wird, sondern auch die eine oder andere knifflige Aufgabe gelöst werden muss.

Zu Beginn sitzt man in einer Verhörszene, rückblickartig werden die Missionen jeweils abgeschlossen. Das kennt man und somit wird die Geschichte drumherum aufgebaut, um die Hintergründe aufzudecken.

Die Demo hört nach der ersten Befreiungsmission eines Kamerads auf, macht aber sofort Lust auf die Vollversion[4]. (Beim zweiten Mal geht es in der ersten Mission dann auch schon etwas schneller.)

Blood & Truth: von einer Deckung zur nächsten
Blood & Truth: von einer Deckung zur nächsten

Steuerung und Inventar

Gesteuert werden kann entweder mit dem Dualshock-Controller, wobei ich das nicht getan habe, da dies auch die möglichen Interaktionen einschränkt oder eben mit den Move-Controllern, damit sind beide Hände unabhängig steuerbar.

Für die Nutzung von Pistolen ist die Haltung des Move-Controllers auch noch recht natürlich, wenn man aber beidhändig mit Gewehr oder Pistole schießt, ist dies etwas gewöhnungsbedürftig. Der AIM-Controller wird nicht unterstützt.

Im Spiel gibt es diverse Waffen, die man auch aufsammeln kann. Munition liegt ebenfalls an den wichtiges Orten herum. Nachgeladen werden muss natürlich manuell. Das Magazin befindet sich vor der Brust an der Munitionsweste, muss dort genommen und in die Waffe gesteckt werden. Sprengstoff, den man platzieren und fernzünden muss, erhält man zuvor in der Lagebesprechung.

Blood & Truth: Schlösser knacken
Blood & Truth: Schlösser knacken

Beim Schlösserknacken oder bei der Arbeit mit dem Schraubendreher ist dies ebenfalls mit den Move-Controllern gut zu bewerkstelligen. Das nötige Werkzeug ist immer dabei und öffnet sich an den Interaktionspunkten automatisch. Ebenso müssen Computer und Überwachungskameras bedient oder Elektronik sabotiert werden, damit die Handlung weitergeht.

Blood & Truth: Schusswechsel
Blood & Truth: Schusswechsel

Bewegungen

Im ganzen Spiel bewegt man sich nicht frei, sondern kann immer nur zwischen vorgegebenen Orten im Raum wechseln, welche man durch hinsehen anwählt, um dann durch Druck auf die Aktionstaste dort hinzugehen. Die Bewegungssequenzen sind so gestaltet, dass das Eintreten von Motion-Sickness unterbunden wird.

Das offizielle Video von Sony:

Körperlich muss man sich hin und wieder auch viel bewegen, vor allem wenn man Deckung hinter Wänden oder Tischen suchen muss. Bestimmte Kugelgefechte lassen sich auch nur mit dem sogenannten Präzisionsmodus (manche würden auch Bullettime sagen) erfolgreich gewinnen. Hier kann man in Slowmotion natürlich besser zielen und die wichtige Stellen treffen.

Musik, Sprecher und Darsteller

Das Spiel wird, wie es sich für einen Actionfilm gehört, durch einen gut gemischten Soundtrack begleitet. Es hat einerseits ein wenig von James Bond, als auch von John Wick oder Stirb Langsam. Wo wir gerade bei großen Namen sind, auch den einen oder anderen ‘Darsteller’ wird man wiedererkennen. So wird beispielsweise Agent Carson, der zu Beginn, als auch zwischendurch, Ryan Marks zu den einzelnen Vorkommnissen befragt, vom britischen Schauspieler Colin Salmon gespielt bzw gesprochen. Aber auch in der deutschen Synchronisation hört man einige bekannte Stimmen.

Spielmodi und Sonstiges

Es gibt 2 Schwierigkeitsgrade, der einfache gibt mehr Lebensenergie und direkt ein Laservisier, während im normalen Modus der Laser nur als Upgrade zur Verfügung steht, sofern man genug versteckte Sammelobjekte gefunden hat. Neben Skulpturen oder kleinen Andenken, gibt es Sterne, die man abschießen muss. Diese führen dann zu mehr Waffenupgrades. Wer unterwegs eine Zigarre oder Dampfe (E-Zigarette, Vape) findet, sammelt damit nicht nur Punkte, sondern kann diese auch benutzen. Dank Mikrofon im Headset kann man durch lautes Luft Einsaugen und ausatmen Wolken machen.

Neben dem Hauptspiel, gibt es noch zusätzliche Inhalte, wie Tontaubenschießen oder das DJ-Pult.

Fazit

Auch wenn das Spiel mit nur 5-6 Stunden recht schnell durchgedaddelt sein kann, so gab es für mich doch die eine oder andere Stelle, an der ich mehrere Versuche brauchte, um weiter zu kommen. Bei 5 oder mehr Gegnern wird es dann schon mal schnell eng mit Schießen und Nachladen. Aber vielleicht bin ich auch einfach zu alt.

Der britische Humor lockert die kurzweilige Ballerbuden-Mechanik noch zusätzlich auf.

Mir hat das Spiel dennoch durchaus viel Spaß gemacht. Was mich aber störte, dass man eben nur die freischwebenden Hände und maximal noch die Patronenweste von sich selbst sieht. Da finde ich die Vollkörperdarstellung in Farpoint deutlich eleganter und natürlicher.

Habt ihr auch schon VR-Games gezockt? Macht es euch Spaß?

  1. [1] Beat Saber VR rhythm game
  2. [2] rückblickend: 365 Tage vom Jahr 2019 geschafft
  3. [3] Demo zu Blood & Truth – PlayStation Store
  4. [4] Blood & Truth – PlayStation Store

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