vom Atomium nach Berlin

Teil 11 von 12 des Reiseberichts 2019.1 Irland

Die letzten 3 Tage sind angebrochen, es wird wärmer und die Heimat kommt näher.

Morgens in der Normandie

Morgens in der Normandie

Reisetag 14

Zum Frühstück lernen wir ein Pärchen aus Russland kennen, leider sind wir alle etwas schüchtern, aber zum Glück gibt es in der Unterkunft Tiere und vor allem die Katzen sind ein gemeinsames Gesprächsthema wert. Aber wir müssen auch weiter und unser nächster Zwischenhalt ist Mons in Belgien, knapp 530km entfernt. Ein reiner Fahrtag, bei dem wir uns gelangweilt über die Autobahn quälen müssen und es obendrein immer wärmer wird.

Mit allen Pausen sind wir nach gut 7 Stunden endlich angekommen. An der Rezeption des Hotels[1] ist niemand, es liegen Schlüssel und Zettel auf dem Tresen und ich nehme den für uns hinterlegten Schlüssel weg. Wir beziehen das Zimmer und Vio legt sich hin, um sich von der langen Fahrt zu erholen. Ich ziehe mich um und erkunde die nahe Umgebung.

das Zimmer in Mons, Belgien

das Zimmer in Mons, Belgien

Erst ein Cache[2] und dann hole ich noch ein paar Snacks an einer Tankstelle. Viel gibt es hier nicht, wir befinden uns etwas außerhalb von Mons. keine Touristengegend und auch sonst kaum Geschäfte oder Restaurants. So gehe ich zurück und das ans Hotel angeschlossene Restaurant öffnet pünktlich gegen 18 Uhr seine Pforten. Wir nutzen die Gelegenheit für das Abendessen und überlegen noch, wie wir die Etappe des nächsten Tages gestalten.

Reisetag 15

Wenn man schon mal an Brüssel vorbeikommt, wollten wir die Gelegenheit nutzen und einen kurzen Besuch unternehmen. Eine Sehenswürdigkeit sollte es dann schon sein und die Wahl zwischen Manneken Pis oder Atomium fiel auf Letzteres.

Das war auch ganz gut so, denn der Tag startete mal wieder mit Regen und kurz nach 9 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Brüssel. Eine gute Stunde Fahrzeit für die knapp 70km waren geplant, ein paar Baustellen verlängerten den Weg, aber kurz vor 11 Uhr standen wir dann vor der beeindruckenden Konstruktion.

die Reisbraaap vor dem Atomium

die Reisbraaap vor dem Atomium

Es nieselte gerade nicht, so machte ich ein paar Fotos von außen, während Vio den Parkautomat fütterte.

Natürlich wollten wir das nicht nur von außen sehen und so ging es nach nur wenigen Minuten hinein in das Atomium. Treppen, Rolltreppen und ein Aufzug brachten uns auf die unterschiedlichen Ebenen und Kugeln. Hier erfährt man viel über die Geschichte des Atomiums und der damaligen Weltausstellung.

Eine besondere Licht und Toninstallation war ebenso Bestandteil der Ausstellung, auf jeden Fall sehenswert.

Bevor wir unsere Fahrt fortsetzten, durfte natürlich auch hier ein Cache[3] nicht fehlen. Das regnerische Wetter hatte hier den Vorteil, dass nur wenige Menschen draußen waren und ich so unbemerkt zugreifen konnte.

Die nächsten 5 Stunden verbrachten wir wieder überwiegend auf der Autobahn, durchfuhren auch die Niederlande, wo die Sonne dann endgültig rauskam und nach weiteren 440km kamen wir an der Weinschänke Rohdental[4] in Hessisch Oldendorf an. Wie der Ortsname vermuten lässt, liegt das natürlich in Niedersachen, etwas abseits. Als letzter Übernachtungshalt war mir ja nur wichtig, dass wir ein Bett haben.

die Reisebraaap vor der Weinschänke Rohdental

die Reisebraaap vor der Weinschänke Rohdental

Das zum Hotel gehörige Restaurant bietet deutsche Küche und scheint dahingehend auch ebenso unkreativ zu sein. Ich weiß ja nicht genau warum, aber Gemüse scheint die deutsche Küche nicht mehr zu kennen, wenn man mal von Kartoffeln absieht. Mangels Alternativen blieb uns jedoch nichts anderes übrig und wir warteten zunächst sehr lange, bis uns endlich jemand bediente.

Als ich mir auf der Karte eine Speise aussuchte und fragte, ob ich dies auch ohne Zutat X haben könne, merkte man schon, dass Flexibilität ein Fremdwort ist. Nach etwas Diskussion klappte es aber dann doch. Während meine Portion gerade die richtige Größe hatte, sah das auf Vios Teller ganz anders aus. Ich wusste gar nicht, dass es ein XXL-Restaurant war, ebenso verwundert wann dann auch die Bedienung beim Abräumen, als sie den nur bis zur Hälfte geleerten Teller mit den Worten:

Was ist denn das hier, nicht aufgegessen?

vom Tisch nahm. Wir fanden das dann doch ein wenig unhöflich.

Immerhin kann man mit Karte zahlen, aber dass muss man vorher ansagen, sonst kommt man wieder völlig aus dem Konzept.

Das Zimmer war dafür vollkommen ok, das Inventar zwar etwas in die Jahre gekommen und der Boden schief, aber ansonsten ausreichend für eine Übernachtung.

Zimmer in Hessisch-Oldendorf

Zimmer in Hessisch-Oldendorf

Tag 16, die letzte Etappe

Zur Abwechslung gab es Sonne am Morgen. Das Frühstücksbuffet brachte keine besonderen Überraschungen und so stärkten wir uns für die Rückfahrt nach Berlin nochmal ausgiebig.

der Morgen vor der Heimreise

der Morgen vor der Heimreise

Kurz nach 9 Uhr verließen wir Hessisch Oldendorf Richtung Osten und bis auf ein paar Tankpausen, die auf Grund der mit Absicht etwas höheren Durchschnittsgeschwindigkeit nötig waren, gab es keine weiteren Abstecher auf dem Heimweg.

Trotz der hohen Geschwindigkeit sah ich an einer Stelle einen anderen Motorradfahrer auf dem Standstreifen schieben, ich hielt neben ihm an und fragte, ob ich helfen könne. Da sein Tank leer war und ich auch keinen Kanister dabei hatte, konnte ich zwar nicht helfen, aber dennoch bedankte er sich fürs Nachfragen. Die nächste Ausfahrt war glücklicherweise auch nicht weit, so dass Vio und ich die Fahrt nach Berlin fortsetzten, wo wir nach 4 Stunden ankamen.

Damit war dieser Urlaub dann leider auch beendet.

Karte der letzten Urlaubstage:

Höhenprofil

  1. [1] Hotel Le Monte Cristo
  2. [2] GC864NZ Coup droit et revers Geocache
  3. [3] GC1EG4C Atomium – stealth challenge (Expo58) Geocache
  4. [4] Weinschänke Rohndental

Ein Kommentar

  • Wolfgang QB

    Das also war des Pudels Kern…- der Abschluß der Reise. I ch habe dafür mein rechtes Auge reparieren besser sicher operieren lassen – mit Chefbehandlung.
    Danke und alles Gute
    vy73 de Wolf

    AntwortenAntworten

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