beleuchtet: Lunivo Vegas F40 RSL Sensor – Scheinwerfer

Auch wenn es mittlerweile wieder länger hell wird, bestand bei mir der Bedarf nach einer neuen Frontleuchte.

Vor 2 oder 3 Jahren griff ich beim Discounter zu einem Fahrrad-Leuchten-Set mit LED, welches mit eingebautem Akku und USB-Ladefunktion mein Interesse weckte. Die Frontleuchte ist eine umgelabelte Büchel Oslo Sensor[1] und hat eine Helligkeitsautomatik. Im Gegensatz zu den zuvor jahrelang genutzten Trelock Batterieleuchten mit Glühlampe, war das günstige Set, welches es damals für um die 15 Euro gab, eine ordentliche Verbesserung, bei Leuchtweite und Helligkeit.

Je mehr ich bei Dunkelheit und vor allem auf schlecht oder unausgeleuchteten Wegen in den letzten Wochen fuhr, merkte ich jedoch, dass der Nahbereich so gar nicht hell war und es nur ein sehr schmaler Lichtkegel war.

Also fragte ich mal in diesem Internetz nach alternativen Empfehlungen für eine LED-Leuchte. Integrierter Akku und eine Halterung die am Lecker bleibt, also die Lampe per Schnellverschluss aufnimmt, waren die Bedingungen.

Die meisten Empfehlungen gingen für Produkte von Busch+Müller[2] ein und da hauptsächlich die Ixon-Reihe.

Ein Link-Hinweis von Oszedo[3] führte mich zu einem aktuellen Lampentest[4], bei der 15 Leuchten zwischen 50 und 420€ getestet wurden.

Das Prädikat Preis/Leistung bekam die Lunivo Vegas F40 RSL Sensor[5], welche direkt meine Aufmerksamkeit hatte. Da die Leuchte ebenfalls einen Helligkeitssensor hatte und obendrein über einen Bewegungssensor verfügte, war sie einerseits als Nachfolger, als auch als gute Ergänzung zu meinem SMRTLTE Rücklicht[6] ideal und ich kaufte die Leuchte.

Lunivo Vegas F40 RSL Sensor

Lieferumfang und Ausstattung

Der Akku ist genau genommen nicht integriert, sondern kann entfernt und somit leicht gewechselt werden. Da es ihn auch einzeln zu erwerben gibt, wäre ein Tausch unterwegs bei Bedarf ebenso denkbar.

Der Lieferumfang ist, wie immer bei solchen Leuchten, recht übersichtlich. Lenkerhalterung mit diversen Gummistreifen, USB-Ladekabel, Lampe.

Lunivo Vegas F40 RSL Sensor

Wer die Leuchte nicht am Lenker montieren will, kann sich die optionale Gabelhalterung zukaufen.

Der Akku wird direkt und nicht in der Lampe geladen und ist daher durch eine leichte Drehung zu entnehmen. Eine Kontroll-LED am Akku informiert während des Ladens über den aktuellen Status.

Die Funktion der Taste ist recht leicht. 1x klicken, die Lampe ist im Automatikmodus, schaltet sich zunächst ein, regelt die Helligkeit (0 bis 40 Lux) je nach Umgebugnslicht und wenn keine Bewegung mehr stattfindet, schaltet sie aus. Die Abschaltzeit ist ebenfalls abhängig vom Umgebungslicht, so dass bei Nacht die Leuchte länger an bleibt, als am Tage.

Ein weiterer Klick schaltet die Leuchte in den reinen 100% Licht-Modus.

Hält man die Taste 3 Sekunden gedrückt, schaltet die Lampe ab.

Die Taste an der Büchel-Leuchte hatte deutlich mehr zu tun. 1x Klick schaltet in den Automatikmodus, 2x auf 50 Lux (100%), 3x auf 25 Lux, 4x auf 10 Lux und 5x schaltet wieder aus. Das war ziemlich nervig zum Ausschalten.

Bei beiden Lampen hat die Taste eines gemein, eine LED gibt auch hier Auskunft über den Akku-Ladestand. Bei der Büchel blinkte sie obendrein, sofern man sich im Automatikmodus befand. Bei der Lunivo ist der aktuelle Modus nicht direkt erkennbar.

Licht im Vergleich

Bezüglich der Beleuchtungsstärkenangaben habe ich im direkten Vergleich eher den Eindruck, dass die 40 Lux der Lunivo mehr leisten, als die 50 Lux der Büchel.

Vergleich: links Büchel Oslo Sensor | rechts Lunivo Vegas F40 RSL
Im Bild, links die Büchel, rechts die Lunivo, sieht man bereits einen deutlichen Unterschied bei der Ausleuchtung. Während die Büchel punktuell in die Ferne leuchtet, bietet die Lunivo ein flächiges Licht bereits kurz vor dem Fahrrad.

Vergleich: oben Büchel Oslo Sensor | unten Lunivo Vegas F40 RSL
Im Nahbereich ist dies noch deutlicher, oben die Büchel, unten die Lunivo, letztere leuchtet vor dem Rad und in der Breite wesentlich besser aus.

Die Helligkeitsregulierung der Lunivo ist wirklich hervorragend und schnell. Der Sensor ist äußerst empfindlich und regelt das Licht auch bei dunklen Straßenlaternen etwas zurück. Die Büchel macht immer nur sehr langsame Helligkeitsänderungen, so dass sie mir kaum auffielen. Eventuell liegt das auch am Sensor selbst, der sich unten an der Lampe befindet. Bei der Lunivo ist der Sensor vorn und kann so auch viel direkter und schneller auf Licht vom Gegenverkehr reagieren, was mMn zu weniger Blendungen führt.

Akkulaufzeit

Nach der ersten Ladung der Lunivo fing nach etwas über 6 Stunden im Automatikmodus die rote Kontroll-LED an zu leuchten. Die Büchel schwenkte in den letzten Monaten in der Regel nach 2,5 Stunden schon die Fahne.

Beide Hersteller geben eine Laufzeit von bis zu 10 Stunden an, das bezieht sich jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit aber nicht auf 100% Licht im Dauerbetrieb.

Fazit

Für mich war das kein Fehlkauf, leuchtet doch die Lunivo dahin wo ich auch etwas sehen möchte und muss. Bewegungs- und Helligkeitssensoren sind tolle Komfortfunktionen, ebenso die Möglichkeit den Akku zu entnehmen.
Von daher gibt es von mir für die Lunivo Vegas F40 hier eine klare Empfehlung für den etwas kleineren Geldbeutel.

  1. [1] Büchel LED Batteriescheinwerfer
  2. [2] Akku-Scheinwerfer – Bumm
  3. [3] Oszedo auf Twitter
  4. [4] Akkulampen im Test: Rennrad-Licht mit StVZO-Zulassung
  5. [5] Vegas F40 RSL – Lunivo
  6. [6] beleuchtet: SMRTLTE ehemals Xlite 100 Fahrradrücklicht

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Mit der Nutzung dieses Formulars erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch diese Website einverstanden. Datenschutzerkärung