Im Land der Mumins

Teil 5 von 11 des Reiseberichts 2018.1 Baltikum und Finnland

#Baltica18 – eine Motorradtour nicht nur durchs Baltikum. 5 Länder, 5 Hauptstäde. Warschau – Vilnius – Aluksne – Tallinn – Turku – Helsinki – Riga – Ketrzyn – Bydgoszcz

Der erste Juni ist internationaler Kindertag und für unseren 7. Tourtag bedeutete dies zufällig eine Reise ins Land der Mumins, also nach Finnland.

So ging es nach dem Frühstück mit den Moppeds an den Fährhafen, wo wir die Fähre nach Helsinki nahmen. Wir waren natürlich nicht allein und so kam man schnell ins Gespräch mit anderen Moppedfahrern. Wo kommt ihr her, wo gehts hin, das Übliche eben.

auf die Fähre warten

auf die Fähre warten

Die Fähre kam überpünktlich und das Verzurren der Moppeds ist für uns mittlerweile kein Problem mehr. Auf den Tallink-Fähren gibt es Spanngurte und die Angestellten verzurren auch die Moppeds, sofern man das möchte. Empfehlen würde ich das nicht, da eher grob gearbeitet wird. Wir machen das natürlich selbst, da weiß man wo man am Mopped festziehen kann.

Die Überfahrt war äußerst unspektakulär, Wifi ist kostenlos, aber Internet ist in Estland ja eh ein Grundrecht. So legten wir wie geplant an und konnten pünktlich das Schiff verlassen und erstmal die nächste Tankstelle aufsuchen. Durch die vielen Baustellen in Helsinki war die Verkehrsführung eher undurchsichtig und wir waren froh als wir endlich raus aus der Stadt waren. Aber auch auf der Landstraße ging es nur schleppen voran. Wieder ging es überwiegend nur geradeaus und durch die ständigen Ortsdurchfahren auch nur langsam voran.

Kurz vor 16 Uhr erreichten wir dann das Hotel Seaport[1] in Turku. Direkt am Hafen gelegen und die Burg Turku in Sichtweite.

Also schnell frisch machen und auf zur Burg.

Bahnhof Turku im Hintergrund die Burg

Bahnhof Turku im Hintergrund die Burg

Burg Turku

Mittlerweile war die Zeit doch schon etwas vorangeschritten und als wir in der Burg ankamen, war ist schon reichlich nach 17 Uhr. Die Burg schließt um 18 Uhr, so blieb nicht viel Zeit. An der Kasse empfahl man uns nur eine der beiden Ausstellungen anzusehen und da wir so spät da waren, mussten wir auch nicht den vollen Eintrittspreis zahlen, sondern den für Studenten. Das war sehr nett.

So entschieden wir uns für die Tour durch die mittelalterliche Burg. Neben den vielen unterschiedlich genutzten Räumen gab es natürlich auch viel Wissenswertes über die Geschichte und Entwicklung der Burg.

Die Burg selbst geht bis zurück in das 13. Jahrhundert und ist das größte erhaltene mittelalterliche Gebäude in Finnland. Die Stadt Turku war einst bis ins 19. Jahrhundert die wichtigste Stadt in Finnland.

Der passende Cache[2] zur Burg ist hier ein Virtual, auch hier war die Aufgabe einfach durchführbar. Ein paar weitere[3] sammelten wir in der Nähe ebenfalls ein, bevor wir zum Abendessen im Ravintola 3. Linja[4]. einkehrten.

Abendessen in Turku

Abendessen in Turku

Wir drehten nach dem leckeren Essen noch eine Runde durch das riesige Fährterminal, bevor es wieder zurück ins Hotel auf einen letzten Drink und Billard zum Abendausklang ging

Streckenkarte nach Turku

Höhenprofil

Helsinki entdecken

Die langwierige Hinfahrt nach Turku, die viel Zeit in Anspruch nahm, zwang uns für den Weg zurück nach Helsinki auf die Autobahn zu setzen. Das war auch ganz gut so, denn immerhin eine Stunde Fahrzeit bei fast gleicher Streckenlänge ließ sich so einsparen.

Steckdosen an jedem Hotelparkplatz

Steckdosen an jedem Hotelparkplatz

Wir parkten unsere Moppeds am Fährhafen und wollten mit der Tram in die Innenstadt Helsinkis fahren. Die Tram war schnell gefunden, aber weder an der Haltestelle noch in der Tram gab es Ticketautomaten. Nach dem Pech in Vilnius wollten wir es hier gleich richtig machten. Ich fragte bei einem Tram-Fahrer nach wie weit es ist und wo man Tickets bekommt. Die Antwort war sieben Station und ein Infoblatt für die Ticket-App. Also App installieren und Ticket lösen. 2,20€ für 80 Minuten, das ist ja fast wie in Berlin.

Tram

Tram

Am Hauptbahnhof stiegen wir aus und von hier liefen wir mit ein paar Umwegen bis zum Marinepark. Überall war viel los. Nach dem wir uns über eine Sightseeing-Tour informierten und uns dagegen entschieden, setzten wir unsere Erkundungstour fort und erreichten den Marktplatz am Hafenbecken.

Jede Menge Fressbuden teilten sich den Platz mit Souvenirständen. Die Möwen kämpften um jeden Leckerbissen und im Hafenbecken fuhren Boote und Schiffe mit und ohne Touristen herum.

All das hielt uns natürlich nicht davon ab in dieser vermuggelten Umgebung den einen[5] oder anderen Cache[6] zu machen.

Eine weitere Dose[7] führte uns zur Uspenski-Kathedrale und auch an einem kleinen Spielplatz vorbei, der typisch mit Mumin-Motiven gestaltet war.

Langsam schlenderten wir zurück Richtung Hauptbahnhof. Nach einem Kaffee ging es ins Kaufhaus Stockmann auf der Suche nach finnischen Souvenirs. Gefunden haben wir aber jede Menge Mumins, die ein eigenes Café haben. Hätten wir das mal vorher gewusst.

Es wurde langsam spät und es war Zeit zurück zum Fährhafen zu fahren, um dann die Fähre zurück nach Tallinn zu nehmen.

Tour durch Helsinki

Höhenprofil

Am CheckIn angekommen, durften wir gleich die Abkürzung zu den anderen Zweirädern nehmen und mussten uns nicht hinten anstellen. Auch diesmal kam die Fähre pünktlich und wir konnten direkt nach den VIP-Fahrzeuge an Bord fahren.

auf der Fähre nach Tallinn

Beim Abendessen auf der Fähre entschied ich mich fürs Buffet, während die anderen 3 es vorzogen im Burger King zu speisen.

Kurz vor halb 10 abends legte die Fähre wieder in Tallinn an und wir erreichten nach einer unglaublich langen Fahrt von knapp 500m endlich das Hotel Dorell[8]. Hier präsentierten sich die Zimmer doch in einem recht rustikalem 1980er Osteuropa-Charme. Aber sie waren geräumig und WC und Bad waren getrennt. Unsere Moppeds konnten wir auf dem verschlossenen Hotel-Parkplatz kostenfrei parken.

Im Grunde war das aber egal, wir waren müde und wollten einfach nur noch schlafen nach diesem langen Tag.

meine Geocaching-Seite

#Baltica18 – eine Motorradtour nicht nur durchs Baltikum. 5 Länder, 5 Hauptstäde. Warschau – Vilnius – Aluksne – Tallinn – Turku – Helsinki – Riga – Ketrzyn – Bydgoszcz

  1. [1] Hotel Seaport – Turku
  2. [2] GC7B6EG Turku Castle Virtual (Virtual Cache) in Finland
  3. [3] M/S Isabella, Laivanrakennusta Turussa / Shipbuilding in Turku, Welcome to Turku VI – Satama
  4. [4] 3.Linja
  5. [5] GC54MPV Have A Look Around (Traditional Cache) in Finland
  6. [6] GC238FX Market Square / Kauppatori (Traditional Cache) in Finland
  7. [7] GC9898 NMS14 Uspenski, Helsinki (Traditional Cache) in Finland
  8. [8] Hotell Dorell – Booking

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