rund um die Plitvicer Seen

Teil 6 von 14 des Reiseberichts 2017.1 Kroatien

Der feste Termin für den 3. Juni war der Vorlauf zum 32. Plitvice Lakes Marathon[1]. Aber zuvor galt es die rund 170km von Rijeka zum Nationalpark hinter uns zu bringen, die Startnummer zu holen und die berühmten Plitvicer Seen zu besuchen.

So starteten wir die Fahrt kurz vor 9 Uhr bei blauem Himmel und 23°C. Zunächst ging es nach Süden auf der D8, schön entlang an der Küste. Hinter Senj wechselten wir auf die D23 Richtung Osten und bei Senjska Draga erklommen wir nach etlichen wunderbaren Kurven den 700m hohen Vratnik. Der weitere Weg über die D50 und D52 zog sich mangels aufregender Kurven dahin, war jedoch nicht langweiliger, da sich hier Landschaft ebenfalls hin und wieder deutlich veränderte.

Inzwischen war auch der Himmel bedeckt und etwas weiter am Horizont verdunkelte er sich ins gräuliche. In der Hoffnung, dass die dicken Regenwolken weiterziehen und uns verschonen, gab es zunächst keinen Grund anzuhalten. Doch ca 35 km vor Ziel platzte es doch über uns herunter und glücklicherweise gab es am Straßenrand ein verlassendes Restaurant mit Unterstellmöglichkeit. So hielten wir spontan an und schauten auf das Radarbild. Das sah auch gar nicht so schlecht aus und man konnte auch am Himmel sehen, dass die Wolken schnell weiterzogen. 20 Minuten später war es auch schon wieder vorbei und so fuhren wir weiter.

Die D52 führte uns weiter bis zum Abzweig auf die D1 nach Norden bei Rudanovac. Ab hier folgten wir der Beschilderung zu den Plitivicer Seen und waren kurz nach 12 Uhr an der Startnummerausgabe. Ich holte meine Nummer und wir setzen unsere Fahrt fort zum Haupteingang des Nationalparks[2]. Im Übrigen gibt es an den Straßen im Nationalpark hier und da Warnschilder mit Hinweise auf Bären. Uns sind keine begegnet, leider.

Cagiva Elefant

Wir sind nicht allein auf dem Parkplatz.

Auf dem gut gefüllten Parkplatz dauerte es eine Weile, bis wir geeignete Plätze fanden und wir ahnten schon, dass es vermutlich im Park ebenfalls voll sein wird. Damit lagen wir natürlich nicht falsch und so mussten wir doch etwas abwarten, bis wir mit dem Boot über einen der Seen fahren konnten. Auf den Wanderwegen stand man sich anfangs noch gegenseitig auf den Füßen, aber wir ließen uns hier und da etwas Zeit und so verteilten sich die Menschenmengen. Dennoch durften auch wir nicht zu sehr trödeln, denn gegen 17:30 Uhr sollte der Startschuss für meinen Lauf fallen.

Unser Weg führte uns aufwärts an den oberen Seen, vorbei an Wasserfällen und vielen kleinen klaren Seen, in denen man bis zum Grund schauen und viele Fische sehen konnte. Aber auch andere Tiere, vor allem Libellen, haben wir hier entdeckt.

Nach knapp 2,5 Stunden und gut 6km haben wir die obere Station der Panoramabahn erreicht und nutzten diese dann für die Rückfahrt zum Eingang.

Karte der Wanderung

Höhenprofil

Mittlerweile war es auch schon Zeit, um an den Start für den Lauf zu gehen.
Also fix auf dem Parkplatz umgezogen und mit dem Shuttlebus zum Sportzentrum rübergefahren. Hier war die Party um den Lauf schon voll im Gange und die 438 Teilnehmer machten sich bereit.


im Ziel

Pünktlich um 17:30 Uhr fiel der Startschuss und der Lauf führte zunächst über die Hauptstraße leicht bergab zum Parkplatz des Nationalparks, von hier ging es hinunter zum Eingang. Nach einer Wende ging es wieder zurück Richtung Start am Sportzentrum und eine schmale leicht steile Straße durch den Wald hinauf. Diese Stück kam etwas unerwartet und war durchaus fordernd, daher musste ich hier etwas langsamer machen. Zwar versuchte ich dies auf den letzten 700 asphaltierten Metern wieder gut zu machen, aber das reichte leider nicht für eine Zeit von unter 30 Minuten für die 5km.

Mit einer Nettozeit von 0:33:01.7 befand ich mich im Mittelfeld und bin mit dem Ergebnis, ob der Strecke und der Temperatur von fast 29°C, doch sehr zufrieden.

Urkunde mit Bruttozeit

Urkunde mit Bruttozeit

Karte des Laufs

Höhenprofil

Nach einer ausgiebigen Erholungsphase und gefühlten 20l Wasser, war es Zeit für den Heimweg. Der Einfachheit ging es den selben Weg zurück, wie auf der Hinfahrt und da wir bisher noch nicht einen Cache gemacht haben, bot sich ein schneller Halt bei Majorija an, um eine Dose[3] an einer kleinen Kapelle zu suchen.
Also schnell eintragen und weiterfahren. Es wurde schneller dunkel als erwartet und irgendwie haben wir bei der ganzen Fahrerei das Abendessen vergessen. Beim Blick auf die Uhr, es war inzwischen nach 21 Uhr, könnte es schwierig werden, in Rijeka noch ein offenes Restaurant zu finden. Aber entlang der D8 gab es ja ebenfalls einige Restaurants und so hielten wir an der nächsten Möglichkeit bei Dramalj, um noch eine Kleinigkeit zu essen, damit wir die restlichen knapp 35km bis zur Unterkunft nicht mehr mit knurrendem Magen hinter uns bringen mussten.

Kurz nach Mitternacht fielen wir dann todmüde ins Bett.

Karte der Tour

Höhenprofil

  1. [1] Plitvice Marathon – Plitvice Marathon
  2. [2] Nacionalni park “Plitvička jezera”
  3. [3] GC59RK8 Kapela svetog Mihovila (Traditional Cache) in Croatia

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