mitgezählt: Garmin Forerunner 35

Meine amateurhaften sportlichen Ambitionen ließen schon länger den Wunsch nach einer richtigen Laufuhr aufkommen. Daher hatte ich ursprünglich die Garmin Forerunner 235 WHR[1] ins Auge gefasst, denn sie sollte mindestens das bereits 2 mal getauschte FitBit Charge HR[2] ersetzen und natürlich noch viel mehr können.
GPS ist natürlich Pflicht, aber auch die ANT+ Kommunikation zum vorhandenen Garmin Brustgurt[3], auch wenn ein Pulssensor vorhanden ist, und ein weniger smarter durfte es auch sein.

Der Preis hielt mich jedoch immer etwas ab, zumal ich beim Laufen mit dem Telefon, welches ebenfalls ANT+ fähig ist, ja auch bisher die entsprechenden Werte ermitteln konnte. Zufällig gab es jedoch kürzlich die jüngere Garmin Forerunner 35[4] im Angebot und kostete nur die Hälfte der Forerunner 235. Da konnte ich nicht widerstehen und wollte die kleine Forerunner 35 mal ausprobieren.

Garmin Forerunner 35

Natürlich ist die Forerunner 35 technisch abgespeckter als die Forerunner 235. Da wäre zum einen das geringer auflösende monochrome Display, als auch die fehlende GLONASS Unterstützung und noch ein paar andere Dinge, die ich zunächst für mich nicht wichtig erachte. Die Aufzeichnung von Läufen und Fahrradfahren kann die Forerunner 35 und obendrein ist sie auch noch wasserdicht.

Die Uhr kommt mit Ladeklemme und Anleitung, wobeo letztere nach Kopplung mit der App kaum notwendig ist. Garmin Connect erklärt einem recht gut, was wo zu finden ist und die Tasten, als auch die Anzeige der Uhr sind leicht verständlich.

Trainingsaufzeichnung

5 Aktivitäten kann man gezielt aufzeichnen mit der Uhr: Laufen im Freien (GPS), Indoor Laufen, Radfahren (GPS), Cardio und Gehen (GPS). Daneben zählt die Uhr die Schritte, wobei die Schrittlänge entweder automatisch ermittelt werden kann, per GPS oder selbst einzugeben ist. Die Streckenermittlung erfolgt danach recht gut und im Vergleich zum FitBit habe ich das Gefühl, dass die Werte der Garmin Uhr deutlich genauer sind.

Schritte

Protokoll

Für die einzelnen Aktivitäten können weitere Einstellungen vorgenommen werden, z.B Distanzalarme, Autopause, Rundenaufzeichnung und einiges mehr. Auch sind die anzuzeigenden Datenfelder, je 3 pro Seite mit insgesamt 4 Seiten nach persönlichen Vorlieben einzustellen. So kann man sich auf einen Blick, Strecke und Herzfrequenz oder Rundenzeit anzeigen lassen.

Herzfrequenzmessung

Die Pulsaufzeichnung am Handgelenk kann wahlweise in automatischen Intervallen laufen lassen oder deaktivieren. Ist sie eingeschaltet, bietet die Uhr direkt auch ein Diagramm der letzten 4 Stunde. Zusätzlich kann man die Pulsmessung auch senden lassen, dazu überträgt die Uhr per ANT+ die Werte, welche mit einem anderen ANT+ Gerät ausgewertet werden können.

Herzfrequen 4 Stundenprotokoll

Trotz des fehlenden GLONASS ist der GPS-Fix im freien recht schnell, so dass der Lauf oder die Radfahrt nach einer kurzen Wartezeit direkt starten kann. Die Aufzeichnung ist Garmin typisch recht genau und an manchen Ecken sogar besser als mit dem Smartphone.

Benachrichtigungen

Auch die Smart Notificatiosn sind nach Belieben in der App einzustellen, so kann man alle Apps selbst aussuchen, welche auf der Uhr angezeigt werden sollen. Man kann die Benachrichtigungen dann in Auszügen auf der Uhr lesen und auch verwerfen, damit sind sie auch auf dem Telefon entfernt.

Das Silikonarmband ist weich und angenehm zu tragen. Die Uhr trägt trotz des Sensors kaum dick auf. Im Gegensatz zum schmalen Fitbit stört das Licht des Pulssensors gar nicht in der Nacht. Das transflektive Display lässt sich sehr gut ablesen und die Hintergrundbeleuchtung tut ihr Übriges.

Akkulaufzeit

Ich habe die Uhr 8 Tage inkl 4h GPS Nutzung am Stück verwendet, bevor ich sie aufgeladen habe. Da gab es jedoch noch keinen Akkuwarnung. Vermutlich wäre sie noch etwas länger gelaufen.

Seitentasten

Die Kopplung mit dem Smartphone per Bluetooth als auch mit ANT+ Sensoren geht schnell von der Hand. Die Verbindung zum Brustgurt wird bei Start eines Trainings optisch und akustisch (optional) bestätigt. Eine Anzeige für die Verbindung gibt es jedoch nicht.

Alarme

Zwar kann man die Uhr auch als Wecker einsetzen und diverse Alarme einrichten, jedoch ist es nicht möglich für unterschiedliche Wochentage verschiedene Zeiten einzugeben.
Die Bedienung über die Seitentasten ist nach kurzer Einarbeitung sehr einfach, die Haptik ist meiner Meinung nach gut und die Uhr auch mit Handschuhen bedienbar.

Für mich steht der Nutzen deutlich im Vordergrund. Die Uhr bietet was ich brauche und ich bin zufrieden mit meiner Wahl.

Welche Laufuhren nutzt Ihr denn so?

  1. [1] Garmin Forerunner 235 WHR Laufuhr – Amazon.de
  2. [2] gezählt: Fitbit Charge HR | Max-Fun.de
  3. [3] Garmin Standard Herzfrequenz-Brustgurt – Amazon.de
  4. [4] Garmin Forerunner 35 GPS-Laufuhr – Amazon.de

9 Kommentare

  • Die Forerunner 35 sieht doch ziemlich vernünftig aus, wobei ich sie für mich noch nie in Betracht gezogen habe.

    Momentan laufe ich mit einer Forerunner 610, die meines Erachtens leider einige Nachteile hat:

    – Aufladen per Magnetclip; weiss nicht, ob es an leicht verschmutzten Kontakten liegt, aber der Ladekontakt wird nicht zuverlässig hergestellt. Ich vermute, dass die aktuellen “Klammer-Lösungen” besser funktionieren
    – Touchbedienung; auf den ersten Blick ziemlich cool, aber z.B. mit Handschuhen im Winter nicht zu gebrauchen
    – Synchronisation *nur* per ANT+-USB-Stick, was besonders unter Linux recht aufwändig ist: https://running.flopp.net/2016/10/22/garmin-forerunner-ant-mit-ubuntu-auslesen/

    Ich hoffe aber auf ein baldiges Upgrade auf eine Garmin Fenix 😉

    – Florian

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  • Max

    @Florian: für Dich wird die 35 vermutlich auch zu wenig können, vor allem im Vergleich zu einer Fenix.

    Die Klammer hält bisher ganz gut, finde ich auch besser als diesen einfachen Stecker bei dem FitBit. Theoretisch könnte man die ForeRunner auch mit Clip noch tragen (so mit Powerbank).

    Der Ladeclip kann auch zur USB-Synchronisiation genutzt werden. Da das bei mir mit Bluetooth und App funktioniert, nutze ich es nur nicht.

    Die Android-App kann leider nicht per ANT+ synchronisieren, das wäre ja noch eine Lücke, die Garmin füllen könnte. Aber vermutlich ist das nicht mehr so interessant mit den Bluetooth-Uhren.

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  • Pingback: gelaufen: 2. Rund um den Müggelturm – der Lauf in den Frühling | Max-Fun.de

  • Ich hab mir nun mal ‘ne Samsung GearFit 2 zugelegt, mal sehen was die taugt. Ersten Tests nach kann ich sagen die tut sehr gut und ist ein schicker Hybrid aus Smartwatch und Sportuhr.

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  • Martin Speth

    Hallo,
    ich hatte in meiner 10jährigen “Lauf” bahn (4x Marathon) bisher den Forerunner 305, 310xt und den 235er. Der wurde dann vor einem Jahr von einem Vivoactive HR abgelöst weil ich dachte das Touchdisplay ist toll und die Lauffunktionen reichen mir aus. War aber nicht so….Touch während dem laufen zu bedienen ist schwierig, wenn es regnete war es unmöglich. Kein Intervalltraining.
    Seit 4 Wochen habe ich den Forerunner 35 und bin total begeistert. Von der einfachen aber trotzdem durchdachten Bedienung. Von der Handlichkeit und dem geringen Gewicht (erst recht im Vergleich zu 305 und 310xt). Vom Display und der langen Akkulaufzeit. Intervall und Virtual Pacer kann er auch. Und im Alltag fällt erkaum auf und kann Smart-Notifikations.
    Von mir eine klare Kaufempfehlung, erst recht wenn man den Preis sieht. Danke für deinen Test und viel Spaß beim Laufen 🙂

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  • Max

    @Martin Speth: auch beim Radfahren passt die Uhr ganz gut, wobei mich dennoch der kleine Edge Bruder interessiert.
    Aber bis dahin versteht sich die Uhr auch gut mit Trittfrequenz und Geschwindigkeitssensor am Fahrrad.
    Ich bereue den Kauf auf keinen Fall und seit dem letzten Update zeigt sie ja auch einen VO2max Wert an.

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  • Martin Speth

    @Max:
    Hi Max…..WOOOO zeigt sie den Vo2Max-wert an? Hab ich noch nicht gesehen, nur Online in Garmin Connect 🙁

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  • Max

    @Martin Speth: Menü > Einstellungen > Benutzerprofil > VO2max

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  • Okay, das habe ich noch nicht bemerkt. Danke dir 🙂

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