gelesen: Schneckenmühle

Letzten Sommer fing Moellus[1] damit an an, immer ein paar Auszüge mit dem Hashtag #Schneckenmühle[2] zu twittern. Das machte mich neugierig.

Und nachdem ich heraus fand, dass es sich dabei um einen Roman[3] handelte, welches die Geschichte eines Jungen u.a. in einem namentlich ähnlichen Ferienlager wie mein damaliges Lückenmühle erzählt[4], kaufte ich das Buch. Ich bin ja nicht so der Romaneleser, aber nun hatte ich es da.

Wie es der schlechte Zufall so wollte, lag ich spontan im Krankenhaus[5] und hatte Zeit, das Buch zu lesen.

Schneckenmuehle

Schon nach den ersten Zeilen kam ich ins Schmunzeln und erkannte so viel Dinge wieder.

Im Sommer 1989 ist der Berliner Junge Jens 14 Jahre alt und fährt, wie jedes Jahr, ins Ferienlager, nur ist es diesmal das letzte Mal. Er hadert, wie es sein wird, sein letztes Jahr im Ferienlager. Wird er alte Freunde treffen? Er macht sich ebenso Gedanken um seine Zukunft. Jens ist etwas anders als die anderen Kinder der DDR, er hat Westverwandte und seine Eltern sind Christen und.

Man muss dazu wissen, dass man in der DDR nur bis zum 14 Lebensjahr in die Betriebskinderferienlager fahren durfte, danach war man ja quasi erwachsen.

Das Buch handelt also einerseits von einem Jungen auf der Schwelle zum Erwachsensein, aber auch vom spürbaren politischen Umbruch im Jahr 1989, der auch für einen Jugendlichen nicht unbemerkt bleibt.

Neben dem ganz persönlichen Eindruck von Jens sind es viele Kleinigkeiten, die mich während des Lesens in meine Kindheit im Ferienlager zurückversetzten. Sei es die Nachtwanderung oder die Diskoabende mit viel Westmusik, obwohl es eigentlich klare Regeln gab. Es hat nun im Rückblick etwas von kleiner Revolution.

Für mich war das Buch sehr kurzweilig.
Wenn man sich auch als Nicht-DDR-Kind darauf einlässt, erhält man meiner Meinung nach einen kleinen Einblick in den Alltag im letzten Jahr.

  1. [1] Moellus Tagebuch: Cynigma | Leadership & Staff
  2. [2] #schneckenmühle – Twitter Search
  3. [3] Schneckenmühle: Langsame Runde: Amazon.de: Jochen Schmidt: Bücher
  4. [4] Vergangenheitsgeplänkel | Max-Fun.de
  5. [5] schwer verletzt: und ich weiß nicht genau warum | Max-Fun.de

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