Schottland: der Film, die Fakten und das Fazit

Teil 12 von 12 des Reiseberichts 2016.1 Schottland

Nun liegt die Schottland-Reise schon einige Wochen hinter uns, da kann man nun abschließend einen Blick auf die Zahlen werfen.

Insgesamt fuhren wir um die 3400km, wobei ca 1400km die An- und Abfahrt nach und von Amsterdam waren. 2000km auf der Insel und ganz so übel fand ich den Asphalt gar nicht, wie man überall so liest. Meine Reifen sehen auch noch ganz gut aus.

Aus den norwegischen Zwischenfällen[1] hatten wir gelernt und genug Kabelbinder, Panzertape und das eine oder andere Ersatzteil mitgenommen. Gebraucht haben zum Glück nichts davon.

Viel wichtiger sind gute wasserdichte Klamotten oder eben zusätzlich Regenüberzieher. Ich selbst war mit meiner Probiker PR12 Kombi, den Alpinestars New Land Stiefeln[2] und meinem X-Lite X-702 Helm[3] gut ausgerüstet und bin nur an den Händen aus Nachlässigkeit nass geworden. Regenüberzieher hatte ich zwar bei, brauchte ich jedoch gar nicht.
Die Vanucci Touring IV Handschuhe waren zwar auch wasserdicht, aber auf Grund der Kälte hatte ich noch Unterziehhandschuhe an und irgendwann lief Wasser zwischen Ärmel und Handschuh und die Unterzieher saugten sich dann voll. Damit wars innen nass und doch kalt. (Beim nächsten Mal einfach richtig abdichten.)

John O'Groats

Auf der Insel fährt man links statt rechts, das weiß jeder, und das führt auch zu einem etwas anderen Grüßverhalten unter Kradisten. Die Linke zum Gruß kommt seltener vor, wird dann aber, so wie ich es schon aus Schweden, Norwegen und anderen Nachbarländern kenne, auf Höhe der Schulter gehoben. Überwiegend neigt man aber in Schottland und England den Kopf kurz nach rechts zur Seite, das ist in den meisten Fällen deutlicher wahrnehmbar.

Die Autobahn (Motorway) um Newcastle ist mit Mautstationen ausgestattet, für Motorräder öffnet sich jedoch die Schranke ohne Zahlung, da Kräder hier befreit sind.

Tja, ansonsten fährt es sich wirklich angenehm auf schottischen Straßen. Kein Gedränge, jeder nimmt Rücksicht auf die anderen und lässt auch gern mal Moppeds vorbei. Auch gegenüber Radfahrern, die man überall und bei jedem Wetter antrifft, wird mit viel Rücksicht reagiert. Enges und gefährliches Überholen habe ich hier überhaupt nicht beobachtet.

Nicht nur auf der Straße sondern auch bei allen anderen Gelegenheiten sind die Schotten ein offenes und freundliches Völkchen. Wir kamen oft und schnell mit Einheimischen ins Gespräch.

Schottland lohnt sich und auch wenn wir mehr touristisch unterwegs waren, bereuen wir es in keiner Weise, denn schließlich kommt man ja nicht alle Tage da hin. Mir hats richtig gut gefallen, trotz Regen und wer weiß, vielleicht scheint beim nächsten Mal nur die Sonne.

Und was hat das alles gekostet?

Norwegen war schon nicht günstig, aber Schottland wars noch weniger, wobei ich hier einfach viel mehr Souvenirs kaufte und kostenpflichtige Sehenswürdigkeiten besuchte.
Obwohl in der Gesamtstrecke in diesem Jahr mehr Kilometer anfielen, waren die Spritkosten diesmal etwas geringer.
Für die 12 Tage-Tour waren das für mich ungefähr folgende Kosten (anteilig bei den Unterkünften)

  • Spritkosten: 230€
  • Unterkünfte: 274€
  • Verpflegung: 398€
  • Fähre: 372€
  • Souveniers und Eintrittsgelder: 452€
  • Parkhaus Edinburgh und Glasgow: 33€

Die DJH-Karte sollte man unbedingt dabei haben, oder wenigstens ein Foto davon, dann kann man natürlich hier und da noch 10% in den Hostels sparen. Zum Glück genügt bei Gruppenbuchung einer mit Karte, damit alle sparen können.

Was ist denn jetzt mit dem Film?

So, aber nun der Film, für den ich die 22 Tage auf 10 Minuten reduziert habe. Ich hoffe es gefällt und gibt einen kleinen Eindruck von der großartigen Reise:

Noch Fragen zur ganzen Tour? Stellt sie einfach in den Kommentaren, wir antworten gerne.

  1. [1] #Norge15 – Abschied und ein paar (fast) Fakten
  2. [2] Die Stiefel sind zum Fahren gemacht
  3. [3] Neue Mütze

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