Von Berlin nach Schottland

Teil 1 von 12 des Reiseberichts 2016.1 Schottland

Es begab sich zu sehr früher Stunde, es muss so halb 5 gewesen sein, dass ich mein Motorrad bepackte und mich auf zum Treffpunkt an der Stadtautobahn begab, wo ich 3 Freunde traff. Unser gemeinsames Ziel war Schottland, doch trennte uns zusätzlich ein wenig Wasser davon, welches wir mit einer Fähre überqueren wollten.
Pünktlich um 5 Uhr, nachdem alle getankt hatten, konnte es auch schon losgehen und der lange Weg nach Amsterdam lag vor uns.

700km später, so gegen halb 2 am Nachmittag, kamen wir am Fährterminal an und dort wartete auch schon mein Schweizer Bruder, der uns ebenfalls nach Schottland begleiten wollte. So stellten wir uns in die Schlange der Reisenden und warteten auf das Boarding. Bis hierhin meinte es das Wetter bisher ganz gut mit uns und die Sonne begleitete unsere Fahrt überwiegend.

Warten an der Fähre in IJmuiden

Anders als sonst, waren hier Busse, PKW und LKW als erste dran und die Moppedfahrer mussten sich zum Schluss dazwischen quetschen. Die Autodecks waren sehr voll, so dass am Ende nur wenig Platz an den Bordwänden blieb. Das machte das Verzurren nicht gerade einfach.

die Fähre nach England

verzurrt

sehr eng ist es hier

Doch am Ende standen unsere Fahrzeuge sicher und wir konnten unsere kleinen Kabine beziehen und danach die Ausfahrt aus dem Hafen aufs offene Meer vom Außendeck beobachten.
Gegen 20 Uhr begaben wir uns zum reichhaltigen Abendbuffet, schlugen uns die Bäuche voll und fielen danach sehr sehr müde ins Bett.

Einige Stunden später rief das Frühstück und auch England war schon in Sicht. Langsam packten wir wieder unsere sieben Sachen zusammen und nachdem die Fähre anlegte, konnten wir diese nach kurzer Zeit verlassen.

warten an der Passkontrolle in England

Da lag sie nun vor uns, die große britische Insel mit bedecktem Himmel. An der Passkontrolle warteten wir mit vielen anderen Moppedfahrern und kurz danach fanden wir auch schon unseren ersten Geocache[1].

Wir setzten unsere Reise Richtung Norden fort. Der Himmel zog sich derweil weiter zu, bis die ersten Regentropfen kurz vor Schottland fielen.
An der Grenze zu Schottland kam dicker Nebel hinzu, so dass der Grenzstein fast nicht zu sehen war, hier half das Navi den Haltepunkt nicht zu verfehlen.

an der Grenze zu Schottland

Eine kurze Pause mit Erinnerungsfotos war natürlich Pflicht und man kam schnell mit Einheimischen als auch mit anderen Schottlandurlaubern ins Gespräch. Unter anderem auch ein deutsches Pärchen, welche ebenfalls mit dem Motorrad unterwegs waren und die wir zufällig im weiteren Verlauf unserer Reise immer mal wieder trafen, da deren Route unserer sehr ähnelten.

Nach einem Kaffee und 2 weiteren Caches[2] hier in an der schottischen Grenze wurde es wieder Zeit für die Weiterfahrt, auch wenn der dicke Nebel nicht gerade dazu einlud.

Doch kaum haben wir die Grenze passiert und fuhren einige Kilometer weiter, wurde das Wetter besser. Der Nebel verschwand und auch der Regen machte Pause und der Ort Jedburgh präsentierte die Jedburgh Abbey, welche zugleich für einen weiteren kurzen Halt genutzt wurde.

Vor uns lag noch etwas Weg und gegen 17 Uhr erreichten wir unser Ziel Edinburgh und das Cowgate Hostel[3], welches Zentral im Old Town liegt.
Das Hostel bietet das nötigste für eine Übernachtung, jedoch leider keine Parkplätze. Nach dem wir das Gepäck abluden, sprang ich auf die Straße und stoppte einen Polizeiwagen, die müssten ja wissen wo man parken darf.
Freundlich und hilfsbereit erklärte der Polizist ausführlich wie und wo man parken könnte, wies aber auch daraufhin, dass in Edinburgh gern mal Zweiräder geklaut würden und man das Fahrzeug mit Schlössern sicher solle, aber Angst wolle er uns keine machen.
Zu Fuß zogen Jony und ich daraufhin los, erkundeten die Nahe Umgebung und prüften die Tips des Polizisten. Am Ende entschieden wir uns für das Parkhaus des Radisson Hotels und nutzen dort einen Stellplatz für unsere 4 Motorräder. Das war sicher, in der Nähe und noch recht günstig.

Den restlichen Abend erkundeten wir Edinburgh zu Fuß. Besuchten die ersten Souvenirläden und machten uns auf die Suche nach dem Abendessen. Die Pubs waren alle gefüllt, die EM war schuld, so lief überall Fußball und es dauerte eine Weile, bis wir irgendwo einkehren konnten. Mangels Alternativen wurde es dann das mexikanische Restaurant Mariachi[4]. Nicht gerade typisch schottisch, aber satt wurden wir dennoch.

Zum Abschluss noch ein kurzer Abendspaziergang zur Waverly Station und schon ging es zurück ins Hostel, um endlich an der Matratze zu horchen, denn mittlerweile waren wir alle sehr Müde von den vielen Eindrücken.

Fotoalbum:

Karte der Tour:

Höhenprofil

meine Geocaching-Seite

  1. [1] GC26YHK Newcastle Ferry TB & GC Hotel (Traditional Cache) in Northeast England
  2. [2] GC1AE06 Fàilte gu Alba (Traditional Cache) in Northeast England, GC1RHCD Carter Bar (Traditional Cache) in Southern Scotland
  3. [3] Hostels in Edinburgh from £8: Cowgate Hostel Edinburgh
  4. [4] Mariachi, Mexican Restaurant Edinburgh

2 Kommentare

  • Der erste Teil eurer Schottland-Reise war schon einmal so toll zu lesen, dass ich ihn gleich in die “Schottland-Extras” meines WestwardBlog übernommen habe ❗ Auch der Tipp mit dem Parkhaus in Edinburg war interessant für mich – habe mich auch schon gefragt, wo man dort die Bikes abstellen soll, wenn man in einem Hostell übernachtet.
    Da ich schon länger in der Planung zu einem Schottland-Trip bin, werde ich jetzt mal ganz schnell eure weiteren Etappen virtuell weiter mitfahren 🙂
    Gruß HerBert

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  • Max

    @Westward: freut mich, wenn Dir die Beiträge gefallen und wenn diese auch hilfreich für eine eigene Tour sein können.
    Schottland ist wirklich toll und das wird sicher auch nicht das letzte Mal gewesen sein.

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