kontrolliert: GlucoMen areo Blutzuckermessgerät

Vor kurzem hatte ich ja bereits hier erwähnt[1], dass ich meinen Blutzuckerspiegel regelmäßig kontrolliere.

Dazu habe ich mir kürzlich den GlucoMen areo[2] zugelegt. Das Messgerät gibt es noch nicht lange am Markt bietet aber neben der Messung des Blutzuckers auch die Möglichkeit der Datenübertragung per NFC zu einem Smartphone. Das war für mich natürlich der Grund, dieses Gerät zu kaufen.

Ich nutze die Variante mit mmol/L-Anzeige, da dies die üblichere Messwertangabe ist und auch in der Verwandtschaft genutzt wird.

GlucoMen areo

Das Set kommt mit dem Messgerät, 10 Teststreifen, dem Glucoject Dual Plus mit 10 Spitzen, einer Tasche und etwas Papierkram.

GlucoMen areo Lieferumfang

GlucoMen areo

Das kleine Gerät besitzt 3 Tasten an den Seiten zur Bedienung des Einstellungsmenüs und die Teststreifenauswurftaste (mechanisch) auf der Rückseite.
Im Menü lassen sich Funktionen wie Erinnerungen zum Messen, NFC an/aus, Piepton, Warnbereiche, Datum/Zeit und mehr einstellen. In der Regel macht man das nur einmal, ansonsten nutze ich die Tasten nicht, da sich das Gerät mit Einstecken des Teststreifens selbst aktiviert und beim entfernen wieder ausgeht. Auch das Auslesen per NFC schaltet das Gerät für kurze Zeit automatisch ein.
Neben der Datenübertragung per NFC kann man optional auch per Kabel am vorhanden 2,5mm-Klinkenanschluss die Daten an den PC übertragen.

Die Auswurftaste auf der Rückseite ist zwar ganz nett gemeint, aber wenn man das Gerät, so wie ich in der Halterung der Tasche verwendet, kommt man nicht mehr an diese Taste ran. Hier hätte man den Auswurf vielleicht doch lieber an die Seite machen sollen.

Der GlucoMen areo speichert bis zu 730 Messergebnisse mit Zeitstempel, durch die man in der Memory-Funktion durchblättern kann.

GlucoMen areo Messwertspeicher

Glucoject Dual plus

Die Stechhlfe Glucoject Dual Plus besitzt 2 Kappen, die reguläre verstellbare Kappe für die Finger und eine durchsichte Kappe für alternative Entnahmestellen, z.B. am Unterarm. Die Anwendung ist einfach, Stichtiefe für den Finger einstellen, Gerät spannen (oberes Ende rausziehen) und auslösen (Taste drücken).

Den gewonnen Blutstrophen an den im Messgerät steckenden Messstreifen halten, dieser wird per Kapilarität in den Sensorbereich gesogen. Die Messung dauert 5 Sekunden, dazu läuft ein Countdown auf dem GlucoMen areo. Dann wird das Ergebnis angezeigt.

GlucoMen areo

GlucoMen areo

Für die Datenübertragung per NFC startet man die App, in meinem Fall die Android-App GlucoLog Lite[3], geht auf Datenübertragung und hält das Telefon an den GlucoMen areo.
Nach 1-2 Sekunden sind die Daten ins Telefon übertragen und können ausgewertet werden. Auf dem GlucoLog erscheint END und das Gerät schaltet sich kurz darauf wieder aus.

GlucoMen areo

Bei der App ist den Entwicklern jedoch kein großer Wurf gelungen. Das Design wurde scheinbar aus dem Desktopbereich übernommen, teilweise sind Texte mangels Größe und Kontrast nicht richtig lesbar. Die Daten werden nur lokal gespeichert, ein Clouddienst ist nicht angebunden.
Man kann jedoch die Messungen per Email als HTML, CSV und gezippter XML versenden. SO kann man einerseits selbst mit den Werten am Desktop weiterarbeiten oder diese dem behandelnden Arzt zur Verfügung stellen.

Glucolog Lite
Hier sieht man das Einstellungsmenü, Name, Email-Adresse, Geburtsdatum, Tagesbereiche und mehr lassen sich hier einstellen. Der 4 Screenshot zeigt das Datenübertragungsfenster. Leider muss man die App immer öffnen und in dieses Fenster wechseln, um die Daten korrekt zu empfangen, einfach Ranhalten und automatischer Empfang per App ist leider nicht möglich, obwohl dies per NFC technisch ginge.

Glucolog Lite

Die Messwerte lassen sich als Tabelle und Kurve darstellen, ebenso die Durchschnittswerte und die mittlere Abweichung. Es lassen sich natürlich auch manuell Werte hinzufügen, so kann die App auch mit jedem anderen Messgerät, dann eben ohne Datenübertragung, verwendet werden.

Fazit: der GlucoMen areo lässt sich einfach bedienen und bietet im Vergleich zu anderen Geräten, durch die drahtlose Datenübertragung per NFC den Vorteil, die Daten schnell und einfach aufs Smartphone zu bekommen, leider ist jedoch die zugehörige App eine kleine Katastrophe. Durch die kleinen Texte für ältere Menschen mit Sehschwäche meines Erachtens nicht verwendbar und Autostart bei NFC-Kontakt fehlt leider. Ein optionales Cloud-Backup wäre nett oder auch eine wöchentliche Email an definierten Empfänger.

  1. [1] 17 … 18 … 19 … fast 20: die Kilos purzeln
  2. [2] Suchergebnis auf Amazon.de für: GlucoMen areo Set
  3. [3] Glucolog Lite – Android-Apps auf Google Play

2 Kommentare

  • Schulz Gaby

    Hallo,
    also mein Mann hat nun dieses Gerät – GlucoMen Sensor bekommen.
    Es war eine mittlere Katastrophe bis wir das Gerät funktionstüchtüchtig hatten😡
    Teststreifen falsch reingesteckt – Gerät ging natürlich nicht ❗️
    Habe Gottseidank diese Seite hier gefunden, wo das Ganze besser beschrieben ist
    und groß genug.
    Wir wissen aber immer noch nicht, wie der zweite Wert z.B. 5,8. angezeigt wird!
    Vom Handy ganz zu schweigen- da würde ich gerne wissen wie das geht🤔
    Muss man da eine App runterladen oder wie ist das❓
    Wir kommen uns schon etwas doof vor😒🤔 Sind ja auch schon etwas älter, muss aber net immer negativ sein👍
    Es ist manchmal zum verzweifeln 😢

    Liebe Grüße
    Gaby & Seppel❤️

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  • Max

    @Schulz Gaby: welcher zweite Wert ist denn gemeint?
    Nach der Messung wird ja direkt der Wert angezeigt. Alte Werte können mit den Tasten an der Seite abgerufen werden.
    Wenn man ein Android-Handy mit NFC-Funktion hat, kann man sich die App Glucolog Lite herunterladen und dann die Werte in die App per einlesen, wenn man das Handy auf das Gerät legt.
    Ohne NFC lassen sich die Werte nicht auslesen.

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