schnurlos: Wireless SD-Kartenleser

Unterwegs ist das immer so eine Sache mit den sich anhäufenden Datenmengen aus den GoPros und dem Camcorder. Gerade auf längeren Reisen sind Speicherkarten dann doch irgendwann mal voll und der Bedarf besteht, die Daten auf eine mobile Festplatte zu kopieren.

Gerade mit dem Motorrad ist aber der Platz begrenzt und eigentlich möchte ich auch gar nicht ein nicht vorhandenes Notebook mitnehmen.

Ganz früher, als ich mit der DSLR-Fotografie anfing, hatte ich mir ja so ein Imagetank gekauft. So eine kleine Akku-Festplatte mit eingebautem Kartenleser. Das habe ich zwar noch, aber die alte IDE-Platte hat gerade mal 40GB Platz. Solche Geräte gibt es jetzt natürlich auch noch, aber mir sind die Dinger einfach zu teuer, da kann ich auch ein Notebook mitnehmen. Ein Tablet mit USB-OTG, USB-Hub und weiterem Geraffel funktioniert auch nicht wirklich schön, also hab ich mich mal auf die Suche nach möglichen Alternativen gemacht.

Eigentlich sollte die Funktionalität des Imagetank ja auch ohne Festplatte geben, aber ganz so einfach ist es wohl doch nicht, wenn es auch erschwinglich sein soll.
So etwas in der Art fand ich auch und zwar den RAVPower Wireless SD Kartenleser[1].

Wireless SD-Kartenleser

Das Gerät in der Größe eine USB-Festplatte hat einen eingebauten Akku, kann auch als Powerbank genutzt werden und fungiert als Wireless-NAS auf Linux-Basis inkl WLAN-Bridge-Funktion.
Neben dem SD-Kartenleser gibt es 2 USB-Anschlüsse, einmal USB-Micro zum Aufladen des internen Akkus und einen normalen USB-Anschluss für Festplatten, USB-Sticks oder um das Telefon zu laden.

Wireless SD-Kartenleser

Das Gerät stellt ein WLAN-Netz bereit und kann per Weboberfläche oder App[2] bedient werden. Da es als NAS auch die eingesteckten Medien per Netzwerkfreigabe bereitstellt, kann man mit jeder Dateimanager-App darauf zugreifen.

Die zugehörige App ist kein großer Wurf, aber bedienbar. Ich bevorzuge eher den Total Commander[3].

RAV FileHub App

Freigaben im Total Commander

Freigaben im Total Commander

Grundsätzlich verhält sich das integrierte NAS wie alle günstigen NAS, sie sind in der Regel langsam. Um mal ein paar Fotos auf das Telefon zu kopieren reicht es, aber um von der SD-Karte auf die Festplatte Daten zu verschieben, dauert es per App doch zu lange.
Alternativ kann man dies auch in der Weboberfläche anstossen.

Weboberfläche

Weboberfläche

Die Weboberfläche ist zwar etwas fummelig auf dem Smartphone, aber hat den Vorteil, dass der Kopiervorgang auf dem SD-Kartenleser selbst läuft und deutlich schneller abgearbeitet wird. Aber auch dabei darf man keine Wunder erwarten und sollte etwas Geduld haben.

Das Gerät stellt nicht nur ein eigenes WLAN-Netz bereit, es kann sich zusätzlich auch an einem vorhandenen WLAN anmelden und den dort bestehenden Internetzugang bereitstellen. Das ist in Situationen in dem sich nur ein Gerät im WLAN anmelden darf, sehr hilfreich.

Der interne Akku hat 3000mAh, als Powerbank für eine Smartphoneladung zwar ausreichend, aber im WLAN-Modus mit angeschlossener Festplatte, sollte man es nach kurzer Zeit dann doch an ein Netzteil anschließen.
Da kann man nur hoffen, dass man abends zum Tagesausklang in der Nähe einer Steckdose ist, alternativ gehts ja auch am Bordnetz. 😉

  1. [1] RAVPower® Wireless SD Kartenleser: Amazon.de
  2. [2] RAV FileHub – Android-Apps auf Google Play
  3. [3] Total Commander – Dateimanager – Android-Apps auf Google Play

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