Die Mütze spricht mit mir

Im Grunde hatte ich ja schon kurz nach dem Kauf des X-702[1] mit dem Gedanken gespielt auch kurzfristig das n-com-System nachzurüsten.

Dabei gings mir in erster Linie natürlich nicht darum ständig Telefonate beim Moppedfahren zu führen, sondern eher um musikalische Untermalung oder die eine oder andere Anweisung vom Navi mitzubekommen.

Vor über einem Monat habe ich mir das n-com BX4[2] geholt und natürlich selbst eingebaut. Das ist ja auch keine große Sache, da ja alles dafür vorbereitet ist und die Anleitung, sowie ein Video sehr hilfreich sind.

n-com BX4 und X-lite x-702

Als erstes mussten die Wangenpolster raus, dann folgte das Kinnteil. An den Wangenpolster musste jeweils ein vorgestanztes Stück Kunststoff entfernt werden für den Schallaustritt der Lautsprecher. Am Kinnteil war der Mikrofonplatz vom Füllstück zu befreien.
Danach entnimmt man die Styroporpolsterung rechts und links um dort Akku, Lautsprecher rechts und Mikro zu montieren. Das rechte Teil kommt dann wieder in den Helm und die Steuerbox mit Verkabelung wird hinten im Helm verlegt.

n-com Teile Wangenpolster entfernt Schallöffnung
Kinnteil entfernt Kinnteil, Mikroplatz Styropor entfernt

Nun geht es auf der linken Seite weiter. Die Antenne wird von innen nach außen geführt und das Flachbandkabel des Tastenfelds nach innen gelegt. Antenne und Bedienteil werden zusammengesteckt an ihren Platz geklebt. Nun kann die Steuereinheit mit dem Mikro verbunden werden, der linke Lautsprecher eingesetzt und das komplette Styroporpolster wieder an seinen Platz.
Nun kann man schon mal einen kleinen Funktionstest machen, ob Mikro und Lautsprecher funktionieren.

n-com Teile Mikro verlegt und fixiert Akku an seinem Platz
Lautsprecher eingesetzt und fixiert rechte Seite eingebaut Bedienteil einfädeln
Bedienteil angeklebt linke Seite einbauen fertig, links oben Mikro, rechts USB-Buchse

Wenn die Kabel ordentlich verlegt und versteckt sind, kann das Kinnteil wieder eingesetzt werden. Zum Schluss folgen die Wangenpolster. Auf der linken Seite ist darauf zu achten, dass die USB-Buchse so gelegt wird, dass sie erreichbar bleibt.
Und am Ende sieht man fast nix davon. 😉

In diesem Video sieht man alle Schritte nochmal ausführlicher.

Ich hatte ja schon so einiges an Gegensprechanlagen, meist günstige Lösungen oder auch Funkheadsets im Helm verbaut[3], aber das n-com ist schon eine gute Investition. Die Lautstärke und Klangqualität ist eben so, wie man es von einem guten Stereokopfhörer gewohnt ist.
Mit dem n-com Wizard kann man am PC auch noch diverse Einstellungen vornehmen, wie Mikrofon-Empfindlichkeit oder die Radiosender.

Hat man sich mit der Position der 3 Tasten am Helm vertraut gemacht, ist die Bedienung während der Fahrt kein Problem. Die Größe der Tasten ist optimal für die Nutzung mit Handschuhen, da sich die Tasten auf Grund der Form immer gut erfühlen lassen.

Die Lautstärkeregulierung erlaubt es nicht, das n-com auf 0 zu drehen. Je nach eingestellter Bluetooth-Lautstärke am Android-Telefon, ist die leiseste Einstellung am n-com unter Umständen noch relativ laut.
Die Musikwiedergabe ist störungsfrei, Höhen und Tiefen werden klar wiedergegeben. Auch wenn es sehr laut eingestellt ist, neigt es nicht zum Übersteuern oder Kratzen.
Bei Telefonaten hörte das Gegenüber in meinem Fall nichts vom Fahrzeug oder der Umgebung und das bei Geschwindigkeiten zwischen 80-100km/h, wo ich zumindest Wind- und Motorengeräusche wahrnehme. Die Rauschunterdrückung leistet also sehr gute Dienste. Auch ich verstand mein Gegenüber völlig problemlos.
Endlich nicht mehr anhalten, wenn mal das Telefon klingelt. 😉

Aber in erster Linie gefällt mir, dass ich nun problemlos auch mal Musik auf längeren Touren hören kann, mit dem eigenen Soundtrack schafft man ja mindestens doppelt so viel Strecke.

  1. [1] Neue Mütze
  2. [2] n-com BX4 Bluetooth Kommunikationssystem – Amazon
  3. [3] Moppeds zum Quatschen verfunkt

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