Meine erste Kamera

war eine Beirette K[1], die ich in jungen Jahren auf dem Sperrmüll fand, es muss so um 1988 gewesen sein. Bis auf die fehlende Plastikabdeckung am Auslöser war sie jedoch vollkommen in Ordnung.

Durch den bevorstehenden Umzug meiner Eltern, fiel mir das gute Stück gerade wieder in die Hände.

Die Beirette K ist eine Kleinbildkamera für SL-Kassetten (Schnell-Lade-System), mit der man 12 Bilder pro Film machen konnte, manchmal auch 13. Das System ist an das AGFA-Rapid angelehnt, aber wurde in der DDR entwickelt. Üblich ist beides nicht mehr, so dass man es nicht oder nur noch kaum bekommt.

Ausgestattet war die Kamera mit einem Meritar 45mm/2,9 Objektiv, Leuchtrahmensucher mit Parallaxenausgleich und einem Blitzschuh. Blende, Belichtungszeit und Fokus mussten natürlich manuell eingestellt werden.

Beirette mit Bereitschaftstasche
Beirette mit SL-Kassette

Beirette Beirette Beirette

Die ersten Filme wurden, nach Anleitung durch meinen Vater, zunächst zu Testzwecken verknipst. In einem Büchlein wurden für jedes Bild die Belichtungswerte eingetragen, um im Nachhinein auszuwerten, wie sie wirken und ob sie das gewünschte Ergebnis erbringen.

Die Kamera begleitete mich damals natürlich ins Ferienlager und auch sonst überall hin. Sollten sich auch noch die Fotos davon anfinden, reiche ich das gerne mal nach. 😉

Der Verschluss ist leider schon etwas müde, 1/60 und 1/120 gehen noch, aber bei der 1/30 geht er leider nicht immer zuverlässig zu.

Zu der Beirette K gesellte sich dann einige Zeit später eine Beirette 35[2], die mit den Standard-KB-Filmen arbeitete. Fotografiert habe ich damals nur in Schwarzweiß, da mein Vater die Filme selbst entwickelte und Farbe in der DDR immer etwas teurer war.

Erst nach der Wende, als auch Farbfilme und deren Entwicklung erschwinglicher war, änderte sich das und der Einstieg in die Spiegelreflex-Fotografie[3] ließ dann auch nicht mehr lange auf sich warten.

Was war denn Eure erste Kamera?

  1. [1] Beirette K 2
  2. [2] Beirette 35
  3. [3] Wie ich dazu kam | Fotografie | Max-Fun.de – Die Seite rund um meine Hobbys

3 Kommentare

  • Ich kann gar nicht genau sagen wie meine erste Kamera hieß, aber das war ein uraltes 6x6cm Modell. Danach hatte ich dann auch eine Beirette, kann aber ebenfalls nicht genau sagen welche. Irgendeine in der Art der SL 300. Dann lange gar nichts und erst als ich in Bosnien stationiert war habe ich mir dort eine Olympus Mju II gekauft, die dann irgendwann durch die erste digitale Kamera, eine recht einfache Kodak mit 1 MP abgelöst wurde. Danach hatte ich dann eine Canon Powershot S50. Der wiederum folgte dann die EOD 1000D, die dann ihrerseits wegen temporären Tod durch die EOS 1100D abgelöst wurde, die heute noch ihren Dienst tut.

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  • Max

    @Schrottie: oh, mit Mittelformat angefangen, aber damals wusste man nicht wirklich was man da für ein Schätzchen hatte. 😉

    Von Kodak war auch meine erste Digitalkamera, auch mit 1MP, das war die DC3200 total hässlich, kein Zoom, und ein winziges Display.
    Aber das lief damals noch neben SLR zum Ausprobieren, an digitale SLR war ja da noch nicht wirklich zu denken. 😉

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  • Genau, die DC3200. Die hatte ich auch. 🙂

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