Schoko-Boards

Nun läuft This Ain’t California[1] schon eine Weile und gestern habe ich es nun endlich geschafft mir den Film im Filmtheater am Friedrichshain[2] anzusehen.

Eigentlich wollte ich ihn ja schon zur Berlinale sehen, aber da hatte ich überhaupt kein Glück mit den Karten und daher musste ich auf den regulären Start warten. Und dann war es soweit und ich kam nicht so wirklich dazu und wollte ja auch nicht allein gehen. Aber irgendwie wurde ich nun doch etwas hibbelig und fand auf die Schnelle auch niemanden, der spontan mitkommt.

Plakat im Kino Aber man kann ja auch allein ins Kino gehen und ich muss sagen, ich habe es nicht bereut.
Der Film war genau so wie ich ihn erwartet hatte. Er liefert einen interessanten und augenzwinkernden Einblick in das Rollbrettfahren in der DDR.

Die Geschichte beginnt Anfang der 1980er bei Magdeburg, wo sich Denis den Nachbarskindern Dirk und Nico anschließt, welche seitdem gemeinsam um die Häuser ziehen und auch das Rollbrettfahren für sich entdecken.

Nachdem Nico nach Berlin zieht und die dortige Skaterszene kennenlernt, folgen ihm die anderen beiden Jungen und Denis wird unter dem Namen Panik eine Skater-Größe. Natürlich durfte in der DDR nichts ohne Regelung von Oben einfach so Spaß machen und so wurde seitens der Behörden, der Rollbrettsport kontrolliert unterstützt.
Ein Höhepunkt ist die Euroskate 88 in Prag, bei denen die Jungs auch Skater aus dem NSW[3] kennenlernen. Die gewonnenen Kontakte werden auch über den Wettbewerb hinaus aufrecht erhalten. Durch den daraus resultierenden Schmuggel kamen geeignetere Skateboards und Teile in den Osten und man musste dann nicht mehr nur auf Marke-Eigenbau oder dem Speeder[4] fahren.

Die Mischung aus Archivmaterial, nachgestellten Szenen, Animationen und dem tollen Soundtrack machen aus der Geschichte eine interessante und spannende dokumentarische Erzählung

Ich fand den Film wirklich sehr gut gemacht und kann ihn uneingeschränkt empfehlen, nicht nur für Skater. 😉

  1. [1] This Ain’t California
  2. [2] Filmtheater am Friedrichshain
  3. [3] Nichtsozialistisches Wirtschaftsgebiet – Wikipedia
  4. [4] Germina Speeder – Wikipedia

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