hochfrequente Vergaserreinigung

Nach dem Motto: Du hast doch Ahnung von Motorrädern, wurde ich mit dem Kauf eines gebrauchten Rollers beauftragt.
Gemeinsam mit meinem Bruder machten ich mich gleich auf die Suche und wir fanden recht schnell ein interessantes Schnäppchen in der Nähe. Ich rief kurz an und eine Stunde später standen wir schon vor einer 95er Honda Bali SJ50.

{hbc} Honda BaliDurch die lange Standzeit sprang sie nur widerwillig an. Der Motor lief zumindest im ‘Leerlauf’, wollte aber sonst kein Gas annehmen. Aber wir wären ja keine Bastler, wenn wir uns von solchen Kleinigkeiten abhielten ließen.

Nachdem die Bali in der Garage etwas von der Verkleidung befreit wurde und weitere Vergasereinstellungen keine Besserung zeigten, war klar, der Vergaser muss ab und mal gründlich gereinigt werden.

Das war natürlich die Gelegenheit die Sache mal mit einem Ultraschallbad auszuprobieren.

Los ging es mit der Entfernung des groben Schmutzes am Vergaser, mit Bürste und Bremsenreiniger war das schnell getan. Danach wurde der Vergaser in seine Einzelteile zerlegt. Gemischregulier-, Standgas- und Ablassschraube wurden entfernt.

{hbc} Vergaser vorher {hbc} groben Schmutz entfernen {hbc} Vergaser zerlegen

Nun wurde das Schwimmergehäuse und der Schwimmer entfernt. Danach konnten die Düsen herausgeschraubt und das Ultraschallbad vorbereitet werden.
Das Schwimmergehäuse, die Düsen und noch ein paar Kleinteile waren als erstes dran und wurden in die Wanne, welche mit warmen Wasser gefüllt war, gelegt. Nun konnte es auch schon losgehen und das Gerät in Gang gesetzt werden.

{hbc} Düsen im Vergaser {hbc} die ausgebauten Düsen {hbc} erste Runde mit Ultraschall

Schon nach wenigen Minuten war das Wasser nicht mehr klar und man sah den Dreck oben auf schwimmen. Die Sache schien also zu funktionieren. Nach 16 Minuten war die erste Ladung fertig und die Teile konnten dem Bad entnommen werden. Das Ergebnis war zwar nicht perfekt, aber deutlich sichtbar und wir waren mit dem kleinen Ultraschallbad zufrieden.

{hbc} sichtbare Reinigungswirkung {hbc} da glänzt es sogar ein wenig {hbc} Schwimmergehäuse von innen

Nun konnte auch der größere Teile des Vergaser, der leider nicht ganz hineinpasste, in das Bad und nach 2 Runden Ultraschall war auch das erledigt.

{hbc} etwas zu groß, aber es ging {hbc} Vergaser zusammenbauen {hbc} das sieht doch nicht schlecht aus

Nun wurden alle Teile noch einmal mit Druckluft durchgeblasen und der Vergaser konnte wieder zusammengebaut werden. Mit dem Endergebnis waren wir für unsere Verhältnisse zufrieden, sicherlich ginge es mit einem größeren Leistungsfähigeren Bad noch besser, unser Bad hatte 50W mit 42kHz.

{hbc} Vergaser nach der Reinigung

Nun fehlte natürlich noch der Test, ob die ganze Sache auch den gewünschten Effekt hat. Also wurde der Vergaser wieder am Fahrzeug montiert und grob eingestellt. Nach ein paar Startversuchen lief der Roller auch und nahm diesmal auch Gas an.
Eine kurze Runde auf dem Garagenhof bestätigte seine Fahrtüchtigkeit und so ließen wir es uns nicht nehmen gemeinsam eine größere Runde auf dem Kleinen zu drehen. Diesen Kraftakt meisterte er trotz unseres Gewichts wunderbar, obwohl er noch nicht perfekt eingestellt war, aber das soll noch folgen.

9 Gedanken zu “hochfrequente Vergaserreinigung

  1. Vielleicht fällt uns ja zufällig ein größerer Ultraschallreiniger in die Hände. Das Ergebnis war ja schon nicht schlecht, nur passen da die Vergaser der richtigen Moppeds fast gar nicht mehr rein. 😀

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  2. Das Ergebnis sieht ja sehr erfreulich aus, vor allem freu ich mich über den Einsatz des US-Bades, vielleicht sollte man auch testen, ob es nicht nur mit warmen Wasser, sondern auch mit nicht brandgefährlichen Lösungs- bzw, Reinigungsmitteln, wie der erwähnte Bremsenreiniger pur oder verdünnt, den Vorgang im Bad damit dann durchzuführen. Berichtet mal nach dem nächsten Einsatz darüber.
    Gruß Wolf

    AntwortenAntworten
  3. @dridde: die Düsen sind ja das Anfälligste, die passen natürlich problemlos. Die Schwimmerkammer vermutlich auch noch gerade so und beim Oberteil wird man es eben auch mehrmals machen müssen.

    Aber wolltest Du nicht Fotos von Deiner Kupplung machen?

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