Der Pulfrich-Effekt

Vor einer Weile war ich auf der Suche nach ein paar Ausschnitten aus der Jugendsendung Elf 99[1]. Dabei stieß ich auch auf ein paar Videos, bei der es um 3D-Fernsehen Anfang der 1990er Jahre ging.

Damals wurde der Pulfrich-Effekt[2] im Nuoptix-Verfahren angewandt.

Das Prinzip ist recht simple. Mit einer Brille, bei der ein Auge (meist rechts) mit Hilfe einer dunklen Folie, das gezeigte Bild sozusagen später bekommt, erzeugen bewegte Aufnahmen einen Pseudoräumlichen-Effekt. Das liegt daran, dass das Gehirn helle Impulse schneller verarbeitet und somit ein Zeitversatz zwischen dem Bild des rechten und linken Auges entsteht und das Gehirn daraus ein räumliches Bild erzeugt. Im Wesentlichen sieht es so aus, dass sich die flachen Objekte auf mehreren Ebenen befinden, ähnlich wie Popout-Klappkarten.

Bei der Aufnahme solcher Filme muss sich immer etwas Bewegen, entweder die Objekte oder die Kamera. Je nachdem welche Seite abgedunkelt wird und in welche Richtung die Bewegung erfolgt, erscheinen Objekte vorne oder hinten.

In diesem Film wird das ganze nochmal erklärt:
http://www.youtube.com/watch?v=T5zggfOb-yE

Und nun noch ein praktisches Beispiel. Einfach eine Sonnenbrille oder einen ND-Filter (ND4 oder ND8) vor das rechte Auge halten und geniessen.
http://www.youtube.com/watch?v=rQnerew9vVQ

Ein Vorteil der Technik ist natürlich, dass es abwärtskompatibel ist und man den Film ohne entsprechende Brille normal ansehen kann, aber dadurch dass die Kamera eigentlich ständig in Bewegung sein müsste, sind auch Kopfschmerzen nicht auszuschließen.

Lustig war es trotzdem.

  1. [1] Elf 99 – Wikipedia
  2. [2] Pulfrich-Effekt – Wikipedia

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