Momo.

Gestern gabs wieder Zuwachs in unserer Meerschweinchentruppe – jetzt haben wir wieder die Glorreichen 7 voll!

Vorgeschichte: Eine Bekannte von mir hatte mich vor einigen Wochen gefragt, ob ich evtl. ein Meerschwein von ihr übernehmen würde – die Gründe hierfür sind mir irgendwie nicht so ganz plausibel, aber naja – auch egal.

Nun hat sie mich also gefragt, ob ich ihre Momo nehmen würde. Sie wüßte ja, dass es ihr bei mir gut gehen würde, sie war ja schon das ein ums andere mal hier und hat auch unseren neuen Eigenbau bestaunt und sie würde Momo auch sonst nicht gern jemand anderem geben… ich hab nicht wirklich lange überlegt, sag ich mal. 😛

Also bin ich gestern dann mit Transportbox bewaffnet dahin.
Wie auch beim ersten Mal, als Max und ich zusammen dort waren, habe ich auch gestern wieder jede Gruppe ausführlich gezeigt bekommen (die “Wohnzimmer-Gang” hat wirklich ein Super-Gehege – davon träum ich hier nur!), habe die Eigenarten jedes einzelnen Schweinchens erzählt bekommen, zwischendrin gabs noch Tee und Gebäck und nach drei Stunden kamen wir dann auch zum Wesentlichen: Momo vorbereiten auf ihren Umzug – die Arme ahnte ja wahrscheinlich bis dahin noch gar nichts von ihrem “Glück”. Nachdem sie in meinen Armen ein Gurkenstück verputzen durfte, gings auch schon in den mitgebrachten Kuschelsack, den ich in der Transportbox mit hatte. Meine Bekannte verabschiedete sich noch von ihr (die Gute hatte ja auch Bedenken, dass Momo die ganzen Geräusche, die nun auf sie zukommen – U-Bahn, S-Bahn, usw. – nicht gewohnt ist 🙄 ) und ich bin dann mit meiner Fracht los, hatte ja auch noch nen fast einstündigen Heimweg vor mir.

Zu Hause angelangt hab ich erstmal fix das “Abendessen” für die Meerschweine vorbereitet, dann haben wir noch ein, zwei Fotos von unserer neuen Mitbewohnerin gemacht und dann gings auch schon los: Futter rein in den Eigenbau – Momo rein in den Eigenbau und dann: gespannt zuschauen, was passiert.

Alle Schweine fangen erstmal seelenruhig das Futtern an, bekommen gar nicht mit, dass da jemand neues ist. Dann klaut Momo erstmal Nylah das Salatblatt ausm Maul. Öh? Momo futtert gelassen das Blatt auf, geht zu Balthasar, stiebitzt ihm sein Salatblatt auch. Höh? Wer bist du denn??? (Anmerkung: ich hab nur vor mich hingegrinst)
Dann gings so langsam damit los, dass Momo jedem hinterher ist, nach fünf Minuten waren alle so perplex und erstmal eingeschüchtert.

– Sie kam, sah und riß die Macht an sich –

Ich glaube auch, Momo wollte mal austesten, wie viele Schweine eigentlich unter so eine Weidenbrücke passen… ich weiß es jetzt: 5! Pech für unser 6. Schwein, aber man bleibt einfach ganz ruhig sitzen und hofft, das man nicht auffällt! 😎
Unser Quotenbock hat sich zwischendurch mal so nen richtigen Ruck gegeben (dem ist Momo auch gerne mal hinterher geflitzt). Balthasar hat sich mal kurz rausgeputzt, ist mehr oder weniger gekonnt lässig auf Momo zu, hat sichn Heuhalm geschnappt und wollt wohl ein bissel Small-Talk machen oder sich einschleimen – nix da, Momo läßt sich auch von Jungs nicht die Butter vom Brot – äh, naja, ihr wißt schon…

Nachdem ich die Weidenbrücken-Ecke etwas modifiziert hatte, sodass nicht mehr als ein Schwein da rein passt und auch Ausweichen möglich war, gings eigentlich ganz gut. Meistens wurden die Auseinandersetzungen verbal geklärt – ich finds immer schön, wenn sich Meerschweinchen miteinander unterhalten 😉 – und zu laut wars auch nicht.

Alles in allem wars eine Meerschwein-Vergesellschaftung nach fast allen Regeln der Meerschwein-Kunst (und mal nicht so langweiliger Krams, den wir bisher eigentlich immer hatten mit Neuschweins), aber ohne größere Reibereien – so solls ja auch sein.

Meine Bekannte hat mir heute am Telefon dann auch noch mitgeteilt (supi, wäre gestern ein besserer Zeitpunkt für gewesen), dass Momo so eben ist: erstmal jedem klarmachen, wer die Chefin ist und dann isse ganz lieb und bringt den anderen dann auch “nützliche” Sachen bei – ich bin gespannt… 😎

klein, stark, schwarz: Momo

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