Max und Vio in Schweden – Teil 1 von 5

Teil 1 von 6 des Reiseberichts 2010.1 Schweden

Lange haben wir und vor allem ich mich auf das Abenteuer Schweden mit dem Motorrad gefreut und vor gut einer Woche war es dann endlich soweit.

Früh sind wie aufgestanden und der Blick aus dem Fenster versprach nichts Gutes. Es regnete und die uns bevorstehenden fast 500km sollten eigentlich nicht ins Wasser fallen. Da wir natürlich unsere Fähre pünktlich bekommen wollten, konnten wir uns das aber nicht aussuchen und schwangen uns noch freudig auf die Mopete. Doch der Regen wurde immer kräftiger und die beworbene wasserdichte Kleidung gab dann auch schneller nach als gewollt.

Dennoch hielten wir durch und erreichten doch sehr früh den Hafen in Mukran/Sassnitz. Die vorbestellten Tickets haben wir schnell erhalten und da wir auch nicht die einzigen Zweiradfahrer an diesem verregneten Samstag waren und die Fähre bereits bereit stand, durften wir auch schnell ins Trockene.

Das Verzurren auf der Fähre war auch weitaus weniger problematisch als gedacht. Ich hatte zwar vorsorglich Spanngurte dabei, aber die waren gar nicht nötig. Es gab an den Seitenwänden, an denen die Motorräder gestellt werden sollen, pro Platz 2 Seile mit denen man fix gegen das Umkippen sichern kann.

Einfach auf den Seitenständer zur Bordwand und dann mit dem Seil über den Bock am Rahmen verknüppert. Gang einlegt und so konnte sie weder vor und zurück und seitlich kippen sowieso nicht mehr. Natürlich waren wir froh endlich im Warmen sitzen zu können und gönnten uns gleich einen Kaffee und Kuchen.

{sean} Kaffee zum Aufwärmen {sean} der verregnete Fährhafen Mukran {sean} auf zur großen Fahrt {sean} Max und Vio

Die Zeit auf der Fähre war leider nicht lang genug um trocken zu werden, aber das hätte auch nichts genutzt, denn in Schweden regnete es natürlich weiter. Nach dem Verlassen der Fähre lagen die restlichen 125km vor uns und nach einem kleinen Zwischenstopp zum Auftanken, ging es auch direkt durch bis Stidsvig/Klippan. Ca 10 Minuten vor der Abfahrt hörte es dann auch mit dem Regen auf, so hatten wir zumindest bei der Suche nach dem Ferienhaus bessere Sicht.

In Stidsvig angekommen mussten wir uns durchfragen, die Anreisebeschreibung war missverständlich geschrieben, aber letztendlich hat es dann doch geklappt und wir konnten endlich den Vermieter begrüssen und das Haus beziehen.
Zeit zum Ausruhen war aber noch nicht, denn natürlich hatten wir Hunger und der Kühlschrank war auch noch leer. So fuhren wir nochmals los zum nahegelegenen Rasthof Mölletofta [1]. Kauften ein paar Lebensmittel und genossen etwas Fastfood bei Frasses [2].

Am Sonntag erkundeten wir die Umgebung, spazierten diesmal zum Rasthof und ich konnte den dort befindlichen TB-Hotel Cache [3] auch gleich suchen. Bei der Gelegenheit legte ich einen meiner GeoKrety [4] ab. Wie sich herausstellte, kennen zwar die Schweden die kleinen Reisenden wohl noch nicht, aber nehmen sie gerne mit und haben keine Angst vor neuen Dingen ;).

Da das Wetter insgesamt weiter sehr unbeständig war, mussten wir unsere Planung immer kurzfristig mit dem Wetterbericht abstimmen. So verlief auch der Montag eher unspektakulär und wir fuhren in die Stadt Klippan um dort im Supermarkt einzukaufen und natürlich auch hier Caches zu suchen. Doch das Glück war nicht auf unserer Seite und am Ende habe ich nur einen wirklich sehr einfachen Cache [5] gefunden und drei wollten sich einfach nicht zeigen.

Da ich mein Netbook dabei hatte und auch sonst von unterwegs das eine oder andere Bild bei Twitter etc. zeigen wollte, brauchte ich natürlich auch eine günstige Möglichkeit für mobiles Internet. Die Roaming-Preise sind ja außerordentlich und das will man ja auch nicht überstrapazieren.
Zunächst wollte ich eine Prepaid-Karte von Telia, da aber im Rasthof kein Startpaket vorhanden war, habe ich mich für eine Prepaid-Karte von Comviq [6] entschieden. Die Wahl war nicht schlecht. Das Startpaket mit der SIM-Karte kostet 99Kronen zuzüglich der ersten Aufladung mit 100 Kronen. Die Tagesflatrate wird mit 8 Kronen berechnet. Das ist 1 Krone günstiger als bei Telia. Damit kann man pro Woche 700MB Datenvolumen nutzen und das reichte auch locker für uns aus. Die Karten kann man überall kaufen und sofort benutzen. Keine Registrierung oder Aktivierung nötig

Nach der doch sehr anstrengenden Anreise, waren die 2 ruhigen Tage auch eine Wohltat. Das Wetter versprach nun auch besser zu werden und so konnten wir die geplanten Ausflüge konkretisieren. Aber dazu dann im nächsten Beitrag 😉

Karte der Tour (Anreise):

Höhenprofil

Fotoalbum:

meine Geocaching-Seite

[1] Rasta Mölletofta
[2] Frasses – den norrländska hamburgerkedjan
[3] GC1TZVE Mölletofta E4 TB hotel (Traditional Cache) in Skåne, Sweden
[4] GeoKrety: Out of Memory #4
[5] GC1T0D1 Vitahuset (Traditional Cache) in Skåne, Sweden
[6] Comviq – Kontantkort – ring billigt med värdebevis från Comviq!

5 Kommentare

  • Hallo EX-Urlauber, ein sehr schöner Reisebericht, der auf jeden Fall auf die weiteren Fortsetzungen neugierig macht. Sicher wär es schöner, wenn es mit dem Wetter besser gekommen wäre aber bei Kurzreisen, die man nicht aus dem Stand machen kann sondern vorher buchen muss, kann man sich die dann aktuelle Wetterlage nicht aussuchen und muss damit leben, wie es eben ist. Aber Ihr habt trotzdem zufriedene Gesichter auf den Bildern 😆
    Einen schönen Tag wünscht der neugierige Wolf

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  • Max

    @Wolf: nein, aussuchen kann man es sich nicht, ich habe aber auch gar nicht dran gedacht, dass es genau in die Eisheiligen fiel, das hat man dann davon

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  • oh je… na sehr glücklich seht ihr ja nicht aus auf der fähre. wird wohl am nass gelegen haben (verständlich).

    ich hoffe, in den nächsten teilen des reiseberichts scheint auch mal die sonne!

    grüße aus dem süden, lillsche

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  • RadlerAndi

    wie kommst du denn auf die negativen Meter im Höhenprofil? Ist die Ostsee nicht bei Null? Oder gehts in Schweden tiefer?
    Gruß

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  • Max

    @lillsche: ja, Sonne gabs 2 Tage später 😉

    @RadlerAndi: das ist natürlich eine Fehlmessung auf der Fähre, da es kalt und nass war, sind wir nicht aufs Aussendeck und im inneren war die Genauigkeit teilweise sehr daneben, so dass eben die negativen Meter zusammengekommen sind.

    Der Track der Rückfahrt sieht da wesentlich realer aus 😉

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