Offener Brief an die Medien zum Thema Killerspiele von Deef

Auf ‘Gefühlskonserve’ [1] hat Deef Pirmasens seinen Vorschlag für einen offenen Brief an die Medien veröffentlicht und lädt jeden Videospiel-Fan dazu ein, diesen Brief, auch mit Änderungen weiterzuverbreiten.

Ich stimme dem Geschriebenen voll und ganz zu und empfehle jedem diesen Text zu lesen bzw. zu hören.

Vorschlag für einen offenen Brief von Videospielfans an Medien, Politik und Eltern zur Killerspieldebatte

Den Fans von Videospielen geht es wie vielen anderen, die die Debatte, die in der Folge des Massenmords von Winnenden losgetreten wurde, verfolgen: sie sind fassungslos und verärgert. Fassungslos hinsichtlich dem Leid, welches ein scheinbar ganz normaler Jugendlicher mit der Pistole seines Vaters angerichtet hat. Verärgert darüber, wie nun versucht wird, diese Wahnsinnstat unter anderem damit zu erklären, dass Videospiele Jugendliche zu Killern machten.

Neue Medien gelten als suspekt. Das ist nicht nur bei Videospielen oder dem Internet so, sondern galt früher auch fürs Fernsehen, Film, Micky-Maus-Hefte (die als Schmutz- und Schund verunglimpft wurden) und Büchern. Angeblich hat schon Goethes “Die Leiden des jungen Werther” reihenweise junge Männer in den Selbstmord getrieben.

Die Diskussion läuft dabei immer nach dem gleichen Muster ab: einem neuen Medium, das viele nur vom Hörensagen kennen, wird vorgeworfen, junge Menschen zu verblöden. Das Reiz-Reaktions-Muster welches dieser Argumentation zugrunde liegt, ist das von Pawlow. Sind Menschen wie Hunde, die auf ein Signal hin zu sabbern anfangen? Nein. Die psychologische Forschung hat die Annahme, menschliches Verhalten könne sich über plumpe Reiz-Reaktions-Schemata erklären lassen, schon vor Jahrzehnten widerlegt.

Wir Videospiel-Fans appellieren an Journalisten, …

Den ganzen Text kann man in Deefs Artikel [2] lesen oder auch in seinem Podcast hören:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

[1] Die Gefühlskonserve – Hörbücher, Storys und Spieltrieb
[2] Podcast 168: Offener Brief an Medien, Politik und Eltern zur Killerspieldebatte | Die Gefühlskonserve

2 Kommentare

  • Generell bin ich natürlich auch gegen ein Verbot von :boxen: Killerspielen, denn dann sollte man – in Konsequenz – auch über ein Verbot von Schützenvereinen nachdenken. Und auch das wäre totaler Quark, wenn Du mich fragst.

    Mal sehen, vielleicht befasse ich mich morgen auch mal mit dem Thema!

    AntwortenAntworten
  • Max

    @TorstenLuttmann: Ich wär für das Verbot des Wortes Killerspiel, denn da liegt ja schon der erste Fehler 😉

    AntwortenAntworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.