Testbericht: kabellos freisprechen mit der Ego Cup

{egocup} die Verpackungdot-friends [1] stellte mir vor kurzem die Bluetooth-Freisprecheinrichtung Ego Cup vom Funkwerk Dabendorf [2] für einen ausführlichen Test zur Verfügung.

Beworben wird die Ego Cup mit einer einfachen Installation und Nutzung. Die kleine ansprechende Verpackung läßt dies ebenfalls vermuten.

{egocup} Ego Cup Lieferumfangder Lieferumfang

  • Ego Cup in Klavierlack-Optik
  • Ansteck-Mikrofon
  • Becherhalter-Adapter
  • Stromkabel für den Zigarettenanzünder
  • Kurz-Anleitung und Sicherheitshinweise

der “Einbau”
Um die Ego Cup im Fahrzeug zu benutzen, bedient man sich hier der Einfachheit halber einem Cupholder/Getränkehalter.
Zunächst setzt man die Ego Cup mit einem leichten Dreh auf den Becherhalter-Adapter mit Gummi-Lamellen und kann diesen dann in einen vorhanden Getränkehalter einstecken. Das Mikrofon wird an die 2,5mm-Klinkenbuchse gesteckt und kann hier frei um 360° gedreht werden. Der Anschluss des Zigarettenanzünderkabels verfügt auf der Geräteseite über einen Mini-USB-Stecker (Mini-B) und kann somit schnell und verpolungsicher eingesteckt werden.
Wer keinen Getränkehalter im Auto hat, kann natürlich auch den Adapter weglassen und die Ego Cup solo in der Mittelkonsole platzieren.
Da jedoch keine rutschhemmenden Füsse an der Ego Cup vorhanden sind, ist dies natürlich eine etwas wackelige Angelegenheit.

die Benutzung
Um ein Telefon mit der Ego Cup zu koppeln, sucht man mit aktiviertem Bluetooth nach Geräten in der Umgebung. Die Ego Cup meldet sich, wie könnte es anders sein, als Ego Cup und man kann diese dann mit dem leider festen Bluetooth-PIN 0000 koppeln (Sicherheitsrisiko [3]).
Ein einmal gekoppeltes Telefon wird immer automatisch mit der Ego Cup verbunden, sobald es sich in der Nähe befindet und die Ego Cup in Betrieb geht.
Auch die Möglichkeit mehrere Telefone mit der Ego Cup bekannt zu machen besteht. So kann diese auch von mehreren Fahrern genutzt werden. Hier ist zu beachten: sollten einmal alle mit der Ego Cup gekoppelten Telefone gleichzeitig in der Nähe der Ego Cup sein, verbindet sich diese immer mit dem zuletzt verbundenen Telefon.

{egocup} Ego CupDie Ego Cup verfügt über 4 Tasten, sowie eine LED zur Statusanzeige.
Die Tasten und ihre Funktionen:

  • grün
    im Bereitschaftsmodus: Wahlwiederholung der letzen Rufnummer
    bei eingehendem Anruf: Ruf annehmen
  • rot
    im Bereitschaftsmodus: Aktivierung der Sprachwahl am Telefon, sofern vorhanden
    bei eingehendem Anruf: Ruf abweisen
    Gespräch beenden
  • hoch
    Lautstärke erhöhen
  • runter
    Lautstärke verringern

Die LED spiegelt den aktuellen Status der Ego Cup wieder, z.B. leuchtet sie dauerhaft, wenn ein Mobiltelefon verbunden und Netzempfang besteht, oder sie blinkt schnell um einen eingehenden Ruf zu signalisieren.
Die Ego Cup blinkt nicht nur, wenn ein Anruf ankommt, sie kann auch klingeln und signalisiert so auch akustisch, selbst wenn das gekoppelte Telefon auf lautlos gestellt ist. Die Lautstärke des Klingelns kann ebenfalls mit den hoch/runter-Tasten geregelt werden.

Die Tasten teilen sich eine große Fläche, es gibt keine Abgrenzung zwischen den einzelnen Tasten, jedoch sind die ‘Symbole’ erhaben und somit fühlbar. Besser wäre hier, wenn die rote und grüne Taste nicht nur durch einen einfachen Strich, sondern durch Telefonhörersymbole dargestellt wären. So wäre auch beim Fühlen ein Unterschied zwischen grün und rot spürbar.
Mir ist aufgefallen, dass der Druckpunkt der oberen beiden Tasten (grün, hoch) wesentlich geringerist, als der der unteren beiden Tasten (rot, runter).
Fehlbedienungen sind bei mir unter diesen Umständen jedoch nicht vorgekommen.

das Telefonieren
Die Sprachqualität der Ego Cup ist wirklich erstaunlich. Der kleine Lautsprecher gibt klar und deutlich den Gesprächspartner wieder. Dank DSP wird ein Echo unterdrückt und so stört der kurze Abstand zwischen Lautsprecher und Mikrofon überhaupt nicht.
Bis zu Geschwindigkeiten von ca. 150km/h ist die Ego Cup laut genug um ein Gespräch zu führen. Dies kann natürlich je nach Fahrzeug variieren.
Nach Rückfrage mit den Gesprächspartnern, arbeitet das DSP scheinbar so gut, dass auf der Gegenseite kaum etwas von den Fahrgeräuschen wahr genommen wurde.

Einige Probleme gab es jedoch mit der Sprachwahlfunktion. Da die Sprachbefehle direkt mit dem Telefonmikrofon aufgenommen wurden, kann es unter Umständen zu einer Nichterkennung des Sprachbefehls kommen, da die Sprachübertragung durch die Ego Cup natürlich nicht der des Telefons entspricht. Aber dies kenne ich auch von Kabel-Headsets. Mikrofon ist eben nicht gleich Mikrofon.

{egocup} Im Auto {egocup} Im Auto

Fazit:
Schön ist, dass die Stromversorgung via USB-Verbindung möglich ist, so kann man das kleine handliche Gerät nicht nur im Auto nutzen, sondern auch mal am Schreibtisch neben dem Computer. Ob über diesen Anschluss auch ein Firmware-Update möglich ist, ist mir zwar nicht bekannt, wäre aber ein nettes Feature.
Auch wenn die Zielgruppe eher Besitzer von Autos mit Getränkehalter sind, wäre dennoch denkbar, andere Haltesysteme als Zubehör anzubieten. Z.B. ähnlich dem Becheradapter eine schwere Platte mit gummierter Unterseite.
Kleine Nachbesserungen an den Tasten wären wünschenswert, ebenso eine Änderung der Kopplungs-PIN durch den Benutzer, sowie eine Preissenkung der unverbindlichen Preisempfehlung von Euro 89,- auf Euro 79,-.

Dennoch – die einfache Installation, die leichte Bedienung und das ansprechende Design machen die Ego Cup auch für mich zu einem guten und empfehlenswerten Produkt.

[1] dot-friends
[2] Funkwerk Dabendorf
[3] Gespräche abhören via Bluetooth

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