Hohe Benzin-Preise und Tankstellenboykott

Vor ein paar Wochen fiel mir, bei einem Blick ins Portemonnaie und dem Anblick der darin befindlichen 12 Euro ein, dass ich vor knapp 12 Jahren, doch für 12 DM mein Moped (Simson S53) bequem volltanken konnte. Wenn ich die Preise heute sehe, dann steht da wieder was von fast 1,50 je Liter dran, aber eben Euros und dafür kann ich mein derzeitiges Mopped überhaupt nicht volltanken, sondern nur halbvoll fürs doppelte Geld.
Andererseits isses aber sicher auch schon über einen Monat her, dass ich mal tanken war. Der Verkauf unseres Autos, kurz nach unserem Umzug nach Berlin macht sich da natürlich stark bemerkbar. Vermissen tue ich es nicht und man kommt auch nicht in die Versuchung, trotz Monatskarte mit dem Auto zu fahren und da ich auch ein wenig ‘verweichlicht’ bin, was das Moppedfahren angeht, steht das im Moment nur zugedeckt vorm Haus, Wetter is ja eh blöd und es sind ja auch nur kurze Strecken, die ich dann doch mal fahre.
Naja, der Weg zu den öffentlichen Verkehrsmitteln ist nicht weit und man kann diesen eben auch noch mit anderen nützlichen Sachen wie Einkaufen verbinden und laufen is ja auch gesund ;).

Interessant ist natürlich auch, dass laut Spiegel Online [1] angeblich die Deutschen bei einem Literpreis von 1,50Euro auf die Bahn umsteigen wollen. Aber wenn die auch nicht fährt, bringt das ja nix, oder?

Achja, in vielen Foren wird, wie so oft, mal wieder zu einem gemeinschaftlichen Tankstellenboykott am 1. Dezember aufgerufen inkl. eigener Website [2], ob’s was nützt oder nicht, ich glaub da nicht so dran.

[1] Deutsche wollen ab 1,50 Euro auf die Bahn umsteigen
[2] Tankstellen Boykott am 01.12.2007 | der-tankstellen-boykott.dl.am

4 Kommentare

  • stelli

    Die Idee mit dem Tankstellenboykott war der erste Schritt in die richtige Richtung. Stark ist man nur gemeinsam. Der Widerstand müsste also organisiert werden. Um die Preisabsprachen der Mineralölkonzerne zu beenden und wieder einen Wettbewerb in Gang zu setzen, müssten – evtl. durch eine Internetseite organisiert – möglichst viele Leute über einen längeren Zeitraum nur bei einem bestimmten Konzern tanken. Da eigentlich fast in jeder Stadt alle Konzerne vertreten sind, dürfte dies kein Problem sein. Vielleicht könnten so die boykottierten Konzerne gezwungen werden die Preise herabzusetzen, um wieder ins Geschäft zu kommen. Dies wiederum müsste dann im Internet auf einer bestimmten Seite die dann bald jeder kennt, bekanntgegeben und regelmäßig aktualisiert werden. Aber wer soll das organisieren?

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  • Max

    Wenn es einzig an den hohen Ölpreisen liegen würde, dass hier in Deutschland der Treibstoff so teuer ist, wäre dies sicher auch der richtige Schritt. Aber wir haben hier nun mal das Problem der zu hohen Steuern auf Kraftstoffe.

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  • Gerhard Nau

    Hallo,
    mich ärgern die Spritpreise auch und was Stelli geschrieben hat ist auch mein reden und das schon seid Jahren. Man muss nur bei den Protest auf einer Homepage organisieren und ganz gezielt einige Tankstellenketten bestreiken. Es spielt doch keine Rolle ob die Ölkonzerne allein verantwortlich für die hohen Preise sind die haben den Einfluss auf die Politik um auch die Steuern zu senken. Eins steht fest die Ölkonzerne machen einen Milliarden Gewinn und das auf unsere Kosten! Ich bin sofort dabei einen gezielten Protest zu organisieren.
    :boxen:

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  • Andy

    Hallo alle zusammen,
    ich denke daß ein passiver Wiederstand schon was ändert.
    Man will den Leuten glauben machen, es nütze nicht viel, ich jedoch halte hier dagegen, daß man das bei der Umstellung auf Bioeier auch dachte. Ich habe das Verfolgt und anfangs hat es niemeanden interessiert, secht Wochen später bezahlte man für die Eier dann nur noch ein fünftel. Bei der Telekom war es am Anfang genauso. Erst merkten sie nichts und jetzt wo die Menschen in Scharen auf diesen Konzern verzichten können, schlottern ihnen die Knie. Ich denke jeder findet so ein Beispiel, wenn er sich dafür interessiert und dann versteht, daß nur eine Gemeinschaft das schaffen kann. Merkt euch, die Leute machen die Preise.

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