die Tage im Krankenhaus

was für eine Zeit.
Am 30.11. waren wir so gegen 10:30Uhr wieder im Krankenhaus und ich bezog mein Zimmer. Daraufhin wurden die üblichen Dinge wie Blutabnahme, Puls, Temperatur und Blutdruck gemessen.
Gegen 13Uhr kam dann der Anästhesist um noch einige Dinge vorher zu klären und schlug mir die Spinalanästhesie vor und ich willigte ein.
Kurz danach durfte ich mich auch schon umziehen und es ging in den OP. Das Legen des Infusionszugang stellte eine kleine Herausforderung an den Arzt dar, da meine Arterien und Venen nicht sichtbar waren und er diese mit Hilfe einer stark aufgepumpten Blutdruckmanschette und einigen Schlägen auf den Handrücken sichtbar machte um dann die Nadel zu stechen.
Auf dem OP-Tisch sitzend bekam ich dann die Narkosemittel in die Wirbelsäule gespritzt. Die Wirkung trat recht schnell ein und die Operation begann um 13:25Uhr.
Es war eine interessante Erfahrung bei der OP geistig anwesend zu sein, die Ärzte und Schwestern unterhielten sich währenddessen nicht nur über medizinische Themen und ich schaute mich derweil im OP-Saal um. Mein Fistelabszess wurde geöffnet und die offene Wunde mit Kompressen gestopft. Die Wunde läßt man offen, damit es von innen nach außen heilen kann.
Gegen 14:10Uhr war alles rum und ich wurde auf mein Zimmer gebracht.
Die Betäubung hielt sehr lange an und so war ich auch schmerzfrei.
Das Abendessen mit 3 Scheiben Brot und etwas Wurst und Käse gab es schon gegen halb 6, viel zu früh für mich.
Gegen 8 versuchte ich dann zu schlafen, in der Nacht ließ die Betäubung nach und die Schmerzen kamen, gut schlafen konnte ich gar nicht und schon um 7 Uhr war die Nacht vorbei.
Aufstehen war angesagt, das Bett mußte gemacht werden und halb 8 gabs Frühstück, 2 Brötchen, Nusspli und Marmelade.
Gegen 9:30Uhr kam dann die Visite und die Kompressen wurden das erste Mal ohne Betäubung entfernt. Dies war sehr schmerzhaft und ich ging daraufhin das erste Mal ins Sitzbad um die Wunde zu spülen.
gegen halb 12 gabs schon Mittag. Langeweile machte sich dann schnell breit, da man nichts machen konnte. Ich konnte zwar laufen, aber das Krankenhaus hat ja nichts zu bieten.
Am Nachmittag kam dann meine Frau mich besuchen und blieb 2 Stunden.
So verliefen die Tage alle im gleichen Trott.
Eine erneute OP zu Nachkontrolle war für Montag den 5.12. angesetzt.
In der Zwischenzeit brachte mir meine Frau Musik und Hörspiele mit, damit es nicht zu öde ist.
Die Tage zogen sich wie Kaugummi. Die Sitzbäder und Kompressenwechsel waren meist mit Schmerzen verbunden und ich hoffte auf zeitige Entlassung nach der 2. OP.
Dem war leider nicht so, auch am Mittwoch den 7.12. wollte der Arzt mich nicht gehen lassen. Einverstanden war ich damit überhaupt nicht und da meine Frau ihre Wunden auch selbständig zu Hause versorgen mußte und konnte, war ich der Meinung nicht länger im Krankenhaus bleiben zu müssen.
So bat ich um Entlassung auf eigene Verantwortung und konnte am Nachmittag endlich nach Hause.

Die erste heimische Wundversorgung nutze ich sofort um mir das ganze endlich mal mit dem Spiegel zu betrachten, da im Krankenhaus ja soetwas nicht vorhanden war.
Zu Hause ist es auf jedenfall angenehmer, das Essen ist besser und ich kann essen wann ich will.
Das Sitzen fällt mir schwer, aber eine Weile geht es schon auf dem Sitzkissen, ansonsten kann ich zwar auch nur im Bett liegen, aber immerhin mit Fernsehen und Laptop ist man nicht von der Aussenwelt abgeschnitten :mrgreen:

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